Antifaschismus lässt sich weder verbieten, noch einsperren – Freiheit für Lina!

Am 5. November 2020 wurde die Studentin Lina aus Leipzig im Rahmen einer größeren Razzia verhaftet und anschließend in Untersuchungshaft gesteckt. Seitdem sitzt sie in der JVA Chemnitz. Ihr wird vorgeworfen, sie habe als Kopf einer „kriminellen Vereinigung“ nach § 129 StGB Angriffe auf Neonazis organisiert und durchgeführt. Dabei geht es vor allem um zwei Angriffe auf eine Eisenacher Neonazi-Kneipe und ihren Betreiber Ende 2019.

Die Eisenacher Neonazi-Szene, insbesondere der Betreiber der besagten Kneipe, sind Teil nationaler und internationaler bewaffneter Neonazi-Netzwerke1. Die letzten rechten Terror- und Mordanschläge auf Walter Lübcke, auf die Synagoge in Halle und die Shisha-Bar in Hanau und viele weitere Angriffe zeigen deutlich, wozu diese Netzwerke schon jetzt in der Lage sind.

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FAU Jena unterstützt Kundgebungen für feministischen Streik in Jena

Am 8. März 2021 veranstaltet das Frauen*streik-Bündnis aus Jena vier Kundgebungen vor Betrieben und auf Plätzen in Jena-Göschwitz und Jena-Lobeda. Als Basisgewerkschaft unterstützen wir das Bündnis, dessen Forderungen und die Aktionen und rufen ebenfalls zur Teilnahme dazu auf:

08. März 2021: „Die Krise steckt im System – Auf zum feministischen Streik gegen den Normalzustand!“

11-13 Uhr: IG-Metall-Kundgebung zur Tarifrunde (Göschwitz/Jenoptik)

13:30 Uhr: Kundgebung „Krankenhaus statt Fabrik“ (Lobeda/Universitätsklinik)

14:00 Uhr: Kundgebung (Lobeda/Salvador-Allende-Platz)

15:30 Uhr: Kundgebung und „Platz für Sorge“ (Lobeda/Platz an der Station Lobeda-West)

Außerdem veranstaltet das Bündnis in den kommenden Tagen interessante Veranstaltungen. Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Seite des Frauen*streik-Bündnisses Jena.

Jena, 4. März 2021

Wegen unbezahlter Arbeit – Arbeiterin stellt Nachforderung an Nordhausener Hausmeister und Paketzusteller Rolf Hübsch

Eine Arbeiterin, die im Corona-Sommer 2020 beim Nordhausener Hausmeister und u. a. für Hermes tätigen Paketzustellservice von Rolf Hübsch beschäftigt war, geht nun mit der Basisgewerkschaft FAU Jena gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber vor. Nachdem sie schon im Oktober 2020 erfolglos die Auszahlung ausstehenden Lohnes gefordert hatte, hat sie im Dezember 2020 die Gewerkschaft eingeschaltet.

Die Arbeiterin macht geltend, dass sie für mehrere Stunden und Tage geleisteter Arbeit nicht bezahlt worden sei – darunter zwei Wochen Probearbeit. Nach geltendem Arbeitsrecht ist Probearbeit voll zu vergüten.

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FAU Jena ruft zu Protesten gegen Sozialkürzungen der Stadt Jena auf

Aufgrund eines prognostizierten Rückgangs der Steuereinnahmen in 2021 will die Stadt Ausgaben kürzen. Nach dem Plan der Verwaltung, dem „Haushaltssicherungskonzept“ (HSK), sind von diesen Kürzungen ausschließlich die Bereiche Soziales, Umwelt, Bildung und Kultur betroffen. So möchte die Stadt – wie so oft in Krisen – die Reichen und die Unternehmen schonen und die Arbeiter:innen und kleinen Leute zahlen lassen. In den nächsten Wochen wird der Stadtrat über dieses oder alternative Kürzungsprojekte abstimmen.

Als Gewerkschaft beteiligen wir uns am breiten Protestbündnis, das sich gegen diese Kürzungen gebildet hat. Gemeinsam mit vielen anderen Gewerkschaften, Mietergruppen, Vereinen und anderen Akteuren fordern wir:

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Info-Veranstaltung zur Studienfinanzierung

Samstag | 12.12.2020 | 11–14 Uhr | Online

Alle Studierenden müssen einen Weg finden, ihr Studium zu finanzieren und sich auch sonst finanziell über Wasser zu halten. Arbeiterkinder stehen dabei vor größeren Herausforderungen. Wir werden einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Studienfinanzierung geben, beratende und unterstützende Stellen und Organisationen empfehlen und für Fragen zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch Tipps und Tricks, die leider noch viel zu unbekannt sind. Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die studieren möchten, ein Studium begonnen haben oder schon länger studieren und die sich Gedanken darüber machen, wie sie sich und ihr Studium finanzieren können.

Anmeldung bis Freitag, 11.12.2020, unter fauj-gewaktion@fau.org

Schulung zu arbeitsrechtlichen Mindeststandards – mit Exkurs zu Minijobs

14. November 2020 | 11-14 Uhr | Online | von der FAU Jena

Wir werden in die grundlegenden arbeitsrechtlichen Mindeststandards einführen (Mindestlohn, Urlaub, Krankheit, Kündigung, Verträge u.a.) und auf die Besonderheiten in sogenannten Minijobs eingehen. Anschließend machen wir praktische Übungen zum Ausrechnen offener Ansprüche.

Anmeldung per Mail unter fauj-gewaktion@fau.org

FAU-Veranstaltungen bei ALOTA 2020

Die FAU Jena ist Mitveranstalterin der Alternativen Orientierungstage (ALOTA) an der Universität Jena und bietet in dem Rahmen auch zwei Veranstaltungen an. In einer Online-Veranstaltung vermitteln wir praktische Tipps zur Studienfinanzierung. Außerdem wird es eine geschichtspolitische Wanderung vom ehemaligen KZ-Außenlager von Jena zum Ort eines Massakers an KZ-Häftlingen in Großlöbichau geben.

Wir laden alle Studierenden, egal ob Erstsemester oder höherer Semester, zu den Veranstaltungen ein. Gewerkschaft lohnt sich auch für Studierende! Außerdem empfehlen wir herzlich, einen Blick auf das Programm der ALOTA zu werfen.

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Kundgebungen gegen Antisemitismus und rechten Terror

Vor einem Jahr hat ein Neonazi, Antisemit und Rassist in Halle/Saale die Synagoge, einen Dönerladen sowie Passant:innen angegriffen, mehrere Menschen verletzt und zwei ermordet.

Als FAU Jena unterstützen wir die von den Falken Jena initiierte Gedenkkundgebung am 9. Oktober 17 Uhr auf dem Holzmarkt in Jena (zur facebook-Veranstaltung).

Hinweisen möchten wir auch auf die Kundgebung der jüdischen Organisationen Jüdische Studierendenunion Deutschland und Base BERLIN sowie der Initiative 9. Oktober am 7. Oktober 16 Uhr am Steintor in Halle (zur facebook-Veranstaltung).

Gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und rechten Terror!

Keine fristlose Kündigung für Koch im Café Grünowski

+++ Update: Einigung erzielt, Kundgebungen abgesagt +++

Ein Koch des Cafés Grünowski und Mitglied der Basisgewerkschaft FAU Jena wird am 17. August 2020 vor dem Arbeitsgericht Gera zusammen mit der FAU gegen eine fristlose Kündigung vorgehen.

Der betroffene Koch war, nachdem ihn der Inhaber körperlich bedroht hatte, vor Lokalschluss nach Hause gegangen. Dies nahm der Inhaber als Anlass, um den Betroffenen außerordentlich zu kündigen. Da der Koch allerdings ohne festgelegte Pausenzeiten regulär seine Schicht (17.00-23.00 Uhr) beendet hat, die gesetzliche Kündigungsfrist von vier Wochen nicht eingehalten wurde und der Arbeitsniederlegung eine körperliche Nötigung durch den Arbeitgeber vorausging, ist die Kündigung in unseren Augen haltlos.

Für den ehemaligen Beschäftigten, der seit einem Jahr im Café Grünowski gearbeitet hatte, reiht sich dieser Verstoß ein in eine Reihe weiterer arbeitsrechtlicher Missstände: so werden im Café Grünowski keine regulären Arbeitspausen eingehalten und die Dienstpläne nur wenige Tage im Voraus bekannt gegeben. Häufig wurden auch die vorgeschriebenen Ruhezeiten zwischen Freitagnacht und Samstagfrüh, durch personelle Unterbesetzung und mangelhafte Organisation nicht eingehalten. Die rechtliche Prüfung dieser Kündigung bedeutet für das Gewerkschaftsmitglied die Möglichkeit in der Arbeitslosigkeit weiterhin zumindest ALGI beziehen zu können und auf die häufig schlechten Arbeitsbedingungen in der Gastronomie aufmerksam zu machen. Die FAU Jena wird im Vorfeld des Gerichtstermins mittels Aktionen auf eine außergerichtliche Einigung drängen. FAU Jena

Zur Unterstützung des Arbeitskampfes wird es zwei Kundgebungen vor dem Grünowki (Schillergäßchen 5, 07745 Jena) geben. Am Freitag 7. August 18-19 Uhr und am Samstag 15. August 12-13 Uhr.

Akzent bereit zu zahlen – Leiharbeitskonflikt findet erfolgreiches Ende

Die Verhandlungen mit der Akzent Personaldienstleistung GmbH sind zu einem erfolgreichen Ende gekommen: Die Leiharbeitsfirma erklärt sich bereit, mit 1200 Euro knapp zwei Drittel der geforderten Summe zu zahlen. Der ehemalige Leiharbeiter ist mit diesem Angebot einverstanden, die Einigung ist mittlerweile gerichtsfest. Gemeinsam mit der FAU Jena konnte der Leiharbeiter sich damit sowohl in der zurückliegenden Kündigungsschutzklage als auch im jetzigen Lohnkampf gegenüber seinem ehemaligen Arbeitgeber durchsetzen.

Bei unserer letzten Kundgebung am 12. Juni 2020 bei der Akzent Personaldienstleistung GmbH in Jena hatten wir dieser nochmals ein schriftliches Gesprächsangebot zukommen lassen und – als Zeichen guten Willens – für 14 Tage auf gewerkschaftliche Aktionen verzichtet. Am letzten Tag dieser Frist hatte uns ein Berliner Anwalt der Leiharbeitsfirma kontaktiert und war mit uns in Verhandlungen getreten. Diese Verhandlungen konnten – unter Offenhalten weiterer gewerkschaftlicher Aktionen – recht zügig abgeschlossen werden.

Wieder hat sich gezeigt, dass mit ein wenig gewerkschaftlichen Druck, Forderungen von Arbeitenden gegenüber Bossen recht zügig durchsetzen lassen. Darum: Get Organized! Join the Union!