Unbezahlte Arbeit an der Uni – Aufruf zur Prozessbegleitung

+++ Güteverhandlung abgesagt – Uni bietet Einigung an +++

Im Fall der unbezahlten Studentischen Hilfskraft (SHK) steht am kommenden Mittwoch, den 20. Juni um 10:45 Uhr, die Güteverhandlung am Arbeitsgericht Gera an. Im der Güteverhandlung werden, ganz sozialpartnerschaftlich, beide Seiten unter Vorsitz eines Richters zusammen gebracht, um eine gütlichen Lösung der Konfliktes zu finden. Unsere Lösung kann natürlich nur sein, dass die SHK ihren Lohn bekommt!

Wir rufen zur Unterstützung der SHK auf – auch um die unzähligen individuellen Arbeitskonflikte in die Öffentlichkeit zu zerren – und fahren gemeinsam zum Prozess nach Gera. Treffpunkt ist Jena Westbahnhof 9:20 Uhr auf Gleis 2.

Abtreibung ist auch eine Klassenfrage – Aufruf zur feministischen Demo am 16. Juni in Annaberg-Buchholz

Als FAU Jena unterstützen wir die Proteste gegen den christlich-fundamentalistischen „Schweigemarsch für das Leben“, der am 16. Juni in Annaberg-Buchholz für eine noch restriktivere Abtreibungspolitik demonstrieren wird. Stattdessen stellen wir uns hinter die Forderung der Frauenbewegung nach körperlicher und reproduktiver Selbstbestimmung.

Als Arbeiterorganisationen und Gewerkschaft ist uns die feministische Kampagne gegen den „Schweigemarsch“ ein wichtiges Anliegen, da gerade arme Frauen nicht den selben Zugang zu Aufklärungsmaterial, teuren Verhütungsmitteln und letztendlich Abtreibungen haben. In Ländern mit besonders eingeschränkten Abtreibungsmöglichkeiten können sie auch nicht einfach für einen Schwangerschaftsabbruch ins liberalere Ausland fahren, sondern sind auf riskante Abbrüche in Hinterhöfen angewiesen. Daher unterstützen wir als Gewerkschaft die Gegenproteste und rufen zu Beteiligung auf.

Wer aus Thüringen mit nach Annaberg-Buchholz fahren möchte, melde sich zeitnah bei der linken Basisgruppe Pekari.

13. Juni – Kneipenabend im Lokal

Liebe alle, um uns auch wieder einmal jenseits von Plena, Vorträgen oder sonstigen Veranstaltungen zu sehen, zu unterhalten und einfach eine gute Zeit zu haben, wird es am Mittwoch, den 13. Juni 2018 ab 21 Uhr, unseren nächsten gewerkschaftlichen Kneipenabend geben. Und zwar in unserem  Gewerkschaftslokal Milly Witkop in der Bachstraße 22. Wir freuen uns, wenn ihr vorbei schaut. Bringt gerne alle eure Kolle­g_in­nen, Genoss_innen und natürlich Freund_innen mit – je voller, desto besser!

ThürHG – neoliberale Konfliktverwaltung statt tatsächlicher Änderung von Machtverhältnissen

Statement der Bildungssektion der FAU Jena zum neuen Thüringer Hochschulgesetz

Am 27. April 2018 hat der Thüringer Landtag nach über zweijähriger Diskussion das neue Thüringer Hochschulgesetz verabschiedet. Das Gesetz spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an den Hochschulen. Entsprechend wollen wir uns im Folgenden kritisch mit dessen Novellierung auseinandersetzen. Während einige Veränderungen als Fortschritt gesehen werden können, bleibt es insgesamt hinter dem Forder- und Machbaren zurück und wird für gewerkschaftliche und andere Kämpfe an den Thüringer Hochschulen kaum bessere Bedingungen schaffen.

Weiter lesen „ThürHG – neoliberale Konfliktverwaltung statt tatsächlicher Änderung von Machtverhältnissen“

Professionelle Standards der Schulsozialarbeit in Bezug auf rassistische Diskriminierung und Gewalt

Rassistische Gewalt an einer Schule in Erfurt-Herrenberg – Ein Kampf gegen das Schweigen und die Isolation der Betroffenen

2. Juni 2018 | 14:30-17:00 | Medienstudio (Haus 5, Raum 05.03.11) Ernst-Abbe-Hochschule, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

Mitte 2017 wurde ein Schulsozialarbeiter von der Gemeinschaftsschule am großen Herrenberg in Erfurt von seinem Trägerverein Perspektiv e.V. gekündigt, weil er gegen die rassistische und rechte Gewalt an der Schule aufgestanden war. In den folgenden Monaten unterstützte ihn die FAU Jena gegen seinen Arbeitgeber, während das Break Isolation Netzwerk darauf aufmerksam machte, wie Neonazis an der Schule und im Stadtteil von der Stadtgesellschaft und den Institutionen toleriert ihren Terror verbreiten. Im ersten Teil werden Information zur Situation in folgenden Punkten dargestellt:

Weiter lesen „Professionelle Standards der Schulsozialarbeit in Bezug auf rassistische Diskriminierung und Gewalt“

Unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

Wie eine Regelung des Personaldezernats Arbeitsrechte aushebelt

Wenn die Uni unsere Arbeit nicht bezahlt…

Eine Regelung für die Einstellung oder Weiterbeschäftigung von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften sieht folgendes vor: Vom Institut beauftragte Tätigkeiten, die vor einem Unterschreiben des Arbeitsvertrags beim Personaldezernat von der Hilfskraft geleistet wurden, werden nicht vergütet. Unterschreibt eine Hilfskraft ihren Vertrag zur Weiterbeschäftigung am Institut beim Personaldezernat nicht rechtzeitig, wird der ursprünglich vorgesehene Vertragsbeginn auf den späteren Zeitpunkt (d.h. den Tag der Unterschrift) datiert. Bis zu diesem Zeitpunkt bereits geleitstete Arbeit wird nicht bezahlt. Zahlreiche Hilfskräfte versäumen es im Laufe ihrer Beschäftigung, einen Folgevertrag rechtzeitig zu unterschreiben, woraufhin verrichtete Tätigkeiten unbezahlt bleiben.

Weiter lesen „Unbezahlte Arbeit an der Universität Jena“

Informations- und Interessiertenveranstaltung der FAU am 9. Mai in Gotha

Als Basisgerkschaft FAU Jena werden wir am Mittwoch, 9. Mai, 19 Uhr eine Veranstaltung im Gothaer Hausprojekt „Juwel“ machen, in der wir über die Arbeit und Arbeitsweise der FAU, speziell in Thüringen, informieren möchten. Darüber hinaus soll es Raum geben, damit FAU-Interessierte sich austauschen können. Es wird auch die Möglichkeit geben, direkt in die FAU Jena einzutreten. Mittelfristig ist das Ziel, in Gotha eine FAU-Initiative aufzubauen.

Kino im Lokal: LA NUEVE – DIE VERGESSENEN HELDEN DER BEFREIUNG

Aus feierlichen Anlass werden wir Dienstag den 8. Mai um 20 Uhr den Film La Nueve in unserem Lokal zeigen.

La Nueve ou les oubliés de la victoire, F 2009, 53 min, OmU, Regie: Alberto Marquardt

Die offizielle Geschichtsschreibung vergisst oftmals die wahren Helden. So erging es auch den Soldaten der 9. Kompanie in General Leclercs 2. Bewaffneter Division. Am 24. August 1944 waren sie die ersten, die ins befreite Paris einmarschierten. Ihr Kampf begann allerdings nicht an diesem Datum und endete hier auch nicht. Über zehn Jahre kämpften sie gegen den Faschismus in Europa. Die meisten unter ihnen waren Spanier und ihr Kampf begann 1936 gegen Franco und führte sie danach nach Frankreich, Nord-Afrika und vielen anderen Orten bis zu Hitlers Adlerhorst auf dem Obersalzberg, in der Hoffnung in ein befreites Spanien zurückzukehren. Sie waren einfache Arbeiter bevor sie zur Waffe griffen. Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, viele von ihnen Mitglied der anarchosyndikalistischen CNT, einige ehemalige Milizionäre der legendären Kolonne Durruti. Gemein war ihnen, dass sie nicht für die Interessen einer Nation kämpften oder wie es einer von ihnen ausdrückte: “Wir kämpften nicht für eine Fahne, wir kämpften für unsere Ideale, für die Freiheit.” Am Ende wurden ihre Hoffnungen im Kalten Krieg aufgerieben: Franco wurde ein Alliierter der “Freien Welt”…
Im Film erzählen die Überlebenden Luis Royo und Manuel Fernandez ihre Geschichte. Sie blicken zurück ohne Verbitterung und sprechen über diese Jahre mit dem Wissen, das Richtige gemacht zu haben. Und sie würden keinen Augenblick zögern, es wieder zu tun…

Gewerkschaftliche Perspektiven auf Honorararbeit und universitäre Lehraufträge

12. Mai | 11:00 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena

Honorakräfte gibt es in den unterschiedlichsten Sektoren. Sie arbeiten als freiberufliche Journalist_innen, Designer_innen, Clickworker für IT-Unternehmen, geben Deutschkurse, unterichten an Universitäten, Volkshochschulen oder bei freien Bildungsträgern. Allein im Weiterbildungsbereich sind in Deutschland etwa 650.000 Dozent_innen tätig. Und das zu überaus prekären Bedingungen: sie sind befristet, verfügen über keine Urlaubsansprüche, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, müssen für die Beiträge zur Sozialversicherung allein aufkommen, und sind zumeist auch schlechter entlohnt als ihre festangestellten Kolleg_innen.

In der Veranstaltung wollen wir über die Situation von Honorarkräften und Lehrbeauftragten informieren, aber auch unsere Erfahrungen austauschen, unsere Isolation überwinden und die Möglichkeiten einer Vernetzung und gemeinsamen Gegenwehr gegen diese Verhältnisse ausloten.

Für Kinderbetreuung vor Ort, Getränke, Kaffee und Snacks ist gesorgt.

Bildungssektion der FAU Jena

Lohnnachzahlungen bis zum vierstelligen Bereich für mehrere studentische Hilfskräfte

An vielen Arbeitsorten der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena wurden und werden studentische Hilfskräfte missbräuchlich eingesetzt, um tariflich bezahlte Stellen zu ersetzen. Für inzwischen insgesamt fünf studentische Hilfskräfte konnte die Bildungssektion der FAU Jena in den letzten Monaten die Nachzahlung des Tariflohns durchsetzen.

Weiter lesen „Lohnnachzahlungen bis zum vierstelligen Bereich für mehrere studentische Hilfskräfte“