Wegen unbezahlter Arbeit – Arbeiterin stellt Nachforderung an Nordhausener Hausmeister und Paketzusteller Rolf Hübsch

Eine Arbeiterin, die im Corona-Sommer 2020 beim Nordhausener Hausmeister und u. a. für Hermes tätigen Paketzustellservice von Rolf Hübsch beschäftigt war, geht nun mit der Basisgewerkschaft FAU Jena gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber vor. Nachdem sie schon im Oktober 2020 erfolglos die Auszahlung ausstehenden Lohnes gefordert hatte, hat sie im Dezember 2020 die Gewerkschaft eingeschaltet.

Die Arbeiterin macht geltend, dass sie für mehrere Stunden und Tage geleisteter Arbeit nicht bezahlt worden sei – darunter zwei Wochen Probearbeit. Nach geltendem Arbeitsrecht ist Probearbeit voll zu vergüten.

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FAU Jena ruft zu Protesten gegen Sozialkürzungen der Stadt Jena auf

Aufgrund eines prognostizierten Rückgangs der Steuereinnahmen in 2021 will die Stadt Ausgaben kürzen. Nach dem Plan der Verwaltung, dem „Haushaltssicherungskonzept“ (HSK), sind von diesen Kürzungen ausschließlich die Bereiche Soziales, Umwelt, Bildung und Kultur betroffen. So möchte die Stadt – wie so oft in Krisen – die Reichen und die Unternehmen schonen und die Arbeiter:innen und kleinen Leute zahlen lassen. In den nächsten Wochen wird der Stadtrat über dieses oder alternative Kürzungsprojekte abstimmen.

Als Gewerkschaft beteiligen wir uns am breiten Protestbündnis, das sich gegen diese Kürzungen gebildet hat. Gemeinsam mit vielen anderen Gewerkschaften, Mietergruppen, Vereinen und anderen Akteuren fordern wir:

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Info-Veranstaltung zur Studienfinanzierung

Samstag | 12.12.2020 | 11–14 Uhr | Online

Alle Studierenden müssen einen Weg finden, ihr Studium zu finanzieren und sich auch sonst finanziell über Wasser zu halten. Arbeiterkinder stehen dabei vor größeren Herausforderungen. Wir werden einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Studienfinanzierung geben, beratende und unterstützende Stellen und Organisationen empfehlen und für Fragen zur Verfügung stehen. Dazu gehören auch Tipps und Tricks, die leider noch viel zu unbekannt sind. Diese Veranstaltung richtet sich an alle, die studieren möchten, ein Studium begonnen haben oder schon länger studieren und die sich Gedanken darüber machen, wie sie sich und ihr Studium finanzieren können.

Anmeldung bis Freitag, 11.12.2020, unter fauj-gewaktion@fau.org

Schulung zu arbeitsrechtlichen Mindeststandards – mit Exkurs zu Minijobs

14. November 2020 | 11-14 Uhr | Online | von der FAU Jena

Wir werden in die grundlegenden arbeitsrechtlichen Mindeststandards einführen (Mindestlohn, Urlaub, Krankheit, Kündigung, Verträge u.a.) und auf die Besonderheiten in sogenannten Minijobs eingehen. Anschließend machen wir praktische Übungen zum Ausrechnen offener Ansprüche.

Anmeldung per Mail unter fauj-gewaktion@fau.org

FAU-Veranstaltungen bei ALOTA 2020

Die FAU Jena ist Mitveranstalterin der Alternativen Orientierungstage (ALOTA) an der Universität Jena und bietet in dem Rahmen auch zwei Veranstaltungen an. In einer Online-Veranstaltung vermitteln wir praktische Tipps zur Studienfinanzierung. Außerdem wird es eine geschichtspolitische Wanderung vom ehemaligen KZ-Außenlager von Jena zum Ort eines Massakers an KZ-Häftlingen in Großlöbichau geben.

Wir laden alle Studierenden, egal ob Erstsemester oder höherer Semester, zu den Veranstaltungen ein. Gewerkschaft lohnt sich auch für Studierende! Außerdem empfehlen wir herzlich, einen Blick auf das Programm der ALOTA zu werfen.

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Kundgebungen gegen Antisemitismus und rechten Terror

Vor einem Jahr hat ein Neonazi, Antisemit und Rassist in Halle/Saale die Synagoge, einen Dönerladen sowie Passant:innen angegriffen, mehrere Menschen verletzt und zwei ermordet.

Als FAU Jena unterstützen wir die von den Falken Jena initiierte Gedenkkundgebung am 9. Oktober 17 Uhr auf dem Holzmarkt in Jena (zur facebook-Veranstaltung).

Hinweisen möchten wir auch auf die Kundgebung der jüdischen Organisationen Jüdische Studierendenunion Deutschland und Base BERLIN sowie der Initiative 9. Oktober am 7. Oktober 16 Uhr am Steintor in Halle (zur facebook-Veranstaltung).

Gemeinsam gegen Rassismus, Antisemitismus und rechten Terror!

Unterstützung für den Streik der rumänischen Erntehelfer*innen in Bornheim

Am 15. Mai ist ein großer Teil von ca. 300 rumänischen Erntehelfer*innen auf dem Spargel- und Erdbeerhof von Ritter in Bornheim bei Bonn in einen Streik getreten. Die Hauptforderungen waren die Zahlung der ausstehenden Löhne und eine sichere Rückreise nach Rumänien. Die FAU Bonn hat mit den Arbeiter*innen Kontakt aufgenommen und unterstützt sie seitdem.

Neben dem wilden Streik haben die Arbeiter*innen in Bornheim selbst und vor dem Insolvenzverwalter der Firma und vor dem rumänischen Konsulat in Bonn protestiert und sogar mit der rumänischen Arbeitsministerin, die auf Deutschlandreise war, verhandelt. Gemeinsam mit der FAU Bonn haben sie in der Presse in Deutschland und Rumänien für Aufsehen gesorgt.

Dank des so erreichten Drucks kam es am 20. Mai zu Lohnauszahlungen. Die Arbeiter*innen wurden dabei in Wildwest-Manier in Zehnergruppen in Busse gesteckt und von grimmigen Sicherheitsleuten bewacht an unbekannte Orte gefahren. Außerdem wurden die, die es wollten, an andere Höfe vermittelt.

Der Konflikt ist aber noch nicht abgeschlossen. Gegebenenfalls werden sich nun Gerichtsprozesse um offene Forderungen anschließen. Dazu werden weiterhin Spenden gesammelt. Ihr könnt Spenden an folgendes Konto überweisen:

Kontoinhaber: FAU
IBAN: DE25 3506 0386 1112 5200 05
BIC: GENODED1VRR
Verwendungszweck: Spargel Ritter

FAU unterstützt Erste-Mai-Kundgebungen in Thüringen

In der letzten Woche wurde in Thüringen die Versammlungsfreiheit gegen das pauschale Versammlungsverbot der Thüringer Corona-Verordnung durchgesetzt. Entsprechend können zum 1. Mai, dem Kampftag der Arbeiterklasse, Kundgebungen legal stattfinden. Mitglieder der FAU unterstützen mehrere dieser Kundgebungen durch Teilnahme oder Grußworte:

Es gelten die neuen Infektionsschutzmaßnahmen für Versammlungen, erkundigt euch bitte bei den Veranstalter*innen.

Warum gehen wir am 1. Mai auf die Straße?

Wir gehen am 1. Mai auf die Straße, um der Arbeiter*innen und Anarchist*innen zu gedenken, die nach dem 1. Mai 1886 in Chicago im Kampf um den Achstundentag ermordet und hingerichtet wurden. Wir gehen am 1. Mai auf die Straße, weil Arbeiter*innen und Gewerkschafter*innen weltweit auch heute noch schikaniert, verfolgt und sogar ermordet werden: Allein 2018 wurden laut einem Bericht des internationalen Gewerkschaftsverbands ITUC 53 Gewerkschafter*innen in acht Ländern gezielt ermordet. Wir gehen auf die Straße, weil wir immer noch um unsere Rechte, Interessen und Bedürfnisse kämpfen müssen. Die Coronakrise macht die Interessengegensätze in unserer Gesellschaft noch deutlicher und spitzt die Klassenkämpfe weiter zu, z.B. durch die Aushöhlung des Arbeitszeitgesetzes oder die schikanöse Anordnung von Kurzarbeit in den freien Kitas in Jena.

Für eine starke und kämpferische Arbeiter*innen-Bewegung!

Keine Kurzarbeit für Erzieher*innen!

In Jena scheint die Stadtverwaltung die Coronakrise nutzen zu wollen, um auf Kosten der Erzieher*innen der Kitas in freier Trägerschaft Geld zu sparen. Sie habe den freien Trägern gegenüber angekündigt, dass sie ihnen aufgrund der Kita-Schließungen die Mitteln kürzen wolle. Die Erzieher*innen sollen dann stattdessen Kurzarbeitergeld erhalten, was einer Gehaltskürzung von bis zu 40% gleichkäme, bzw. gegebenenfalls von der Kommune aufgestocktes Kurzarbeitergeld, was bedeuten würde, dass die Stadt sich auf Kosten der Erzieher*innen und Arbeitsagentur gesundstößt.

Kolleg*innen in den Betrieben berichten, dass ihre Arbeitgeber*innen sie teilweise richtiggehend gedrängt haben, schon jetzt Vereinbarungen zu unterzeichnen, die nicht nur jetzt die Anordnung von Kurzarbeit ermöglichen, sondern die Verträge so ändern, dass Arbeitgeber*innen künftig ohne Zustimmung des Arbeiter*innen einseitig Kurzarbeit anordnen können.

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Coronakrise: Was können wir tun? Und wer zahlt dafür?

Auch in Deutschland haben die drastischen Maßnahmen zur Einschränkung des Coronavirus schwerwiegende wirtschaftliche und menschliche Folgen. Als Basisgewerkschaft leisten wir einen Beitrag zur gemeinschaftlichen Bewältigung dieser Krise: Wir befördern die gegenseitige Hilfe in den Stadtteilen, verteidigen die Rechte und Ansprüche von Arbeiter*innen und stellen die Frage: Wer zahlt für die Krise – wir oder das Kapital?

(1) Gegenseitige Hilfe und Solidarität

Gerade den Risikogruppen wie älteren Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem wird empfohlen, sozialen Kontakt bis auf wenige Ausnahmen zu vermeiden und die Wohnung so wenig wie möglich zu verlassen. Viele Eltern stehen aufgrund schließender Schulen und Kindergärten vor der Herausforderung, die Kinderbetreuung selbst zu organisieren. Wenn ihr nicht zu einer Risikogruppe gehört, könnt ihr eure Unterstützung in der Nachbarschaft anbieten oder euch mit einer der zahlreichen spontanen Solidaritätsinitiativen vernetzen (für Jena siehe hier und hier). Unterstützt Menschen bei Einkäufen und Botengängen, besonders jene, die Risikogruppen angehören oder im Gesundheitsbereich arbeiten.

Wir möchten aber daran erinnern, dass keine Notwendigkeit besteht, ganz alleine zu sein! Gerade jetzt ist es wichtig, dass ihr eure engsten Freund*innen oder die Familie sehen könnt. Versucht dabei, wenige Kontakte möglichst konstant zu halten. Passt aufeinander auf!

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