Herbstwanderung der FAU Jena

Treff: Sonntag, 23. September, 11 Uhr, an der Kreuzung Karl-Liebknecht-Straße Ecke Am Erlkönig, an der Bushaltestelle „Jenzigweg“ (Straßenbahnlinie 2, Buslinie 41).

Wir wollen diesen Herbst eine klassische Jena-Wanderung machen: über den Jenzig und das Hufeisen bis zur Kunitzburg und von dort über Golmsdorf nach Porstendorf. Wenn Plätze frei sind, können wir gegebenenfalls noch beim bulgarischen Restaurant in Porstendorf einkehren. Die Rückkehr nach Jena erfolgt mit dem Zug von der Haltestelle Porstendorf. Bis auf den Aufstieg zum Jenzig ist das eine sehr entspannte Wanderung. Dauer: ca. vier Stunden.

Bitte beachten: Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk anziehen, Essenspaket und genügend Trinken mitbringen sowie ausreichend Kleingeld für das Zugticket. Hunde können von uns aus mitgebracht werden.

Diese ist übrigens keine inhaltliche Wanderung. Wir hoffen aber, dass wir dabei trotzdem über das eine oder andere Thema miteinander ins Gespräch kommen!

Bei anhaltend schlechtem Wetter fällt die Wanderung aus.

Wandergruppe der FAU Jena

Aufruf zur Beteiligung an der Demonstration der „Pflegekräfte in Not“

22.09. | 13:00 | Johannisplatz Jena

Am 22. September wird es in zahlreichen deutschen Städten Demonstrationen gegen die Zustände und Arbeitsbedingungen in der Pflege geben. Die Bewegung „Pflegekräfte in Not“ wurde von Stefan Heyde gestartet, der in Mainz selbst als Pfleger arbeitet und in der Linkspartei aktiv ist. Für Jena hat der parteiunabhängige Pfleger Clemens Koch in einem Gastbeitrag in der OTZ zur Demo aufgerufen. Die Demo wird von der DGB-Gewerkschaft ver.di organisiert. Als Redner*innen sind der neue OB von Jena Thomas Nitzsche, die Thüringer Gesundheitsministerin Heike Werner sowie der Landesfachbereichsleiter von ver.di Bernd Becker angekündigt.

Als FAU Jena sind wir nicht sehr glücklich darüber, dass wir wieder einmal genau den Politiker*innen hinterlaufen sollen, die doch für die Zustände in der Pflege mitverantwortlich sind. Dennoch möchten wir uns an der Demonstration beteiligen, denn schließlich sind es auch unsere Probleme. Auch wir arbeiten in der Pflege, haben Angehörigen in der Pflege und sind selbst abhängig von der bestehenden Gesundheitsversorgung. Wir werden daher am 22. September mit einer eigenen Botschaft, „Solidarität und Selbstorganisation in die Pflege!“ an der Demo teilnehmen und würden uns sehr darüber freuen, wenn sich uns mehr Menschen anschließen!

Akademikerin auf Abruf – Konferenz zu Arbeit in der Bildung am 17. und 18. November 2018 in Jena

 

Als Bildungssektion der FAU Jena veranstalten wir am 17. und 18. November 2018 unter dem Titel „Akademikerin auf Abruf“ eine bundesweite basisgewerkschaftliche Konferenz zu Arbeit und gewerkschaftliche Organisierung in der Bildung. Dazu haben wir Basisinitiativen aus verschiedenen Städten Deutschlands, aus Polen und aus Frankreich eingeladen. Ihr findet ab sofort die Einladung, das Programm und weitere Informationen hier.

Auch wenn das Programm bereits steht und ihr nicht eingeplant seid, seid ihr herzlich eingeladen, nach Jena zu kommen, euch während der Konferenz vorzustellen und euch an den Diskussionen zu beteiligen.

Falls ihr nicht kommen könnt, bitten wir euch, uns Informationsmaterialien und Broschüren zuzuschicken, damit wir die während der Konferenz auslegen können.

Wer uns vor und während der Konferenz praktisch und finanziell unterstützen möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir freuen uns weiterhin über jegliche Anmerkungen und Kritik!

Kommt zur Kundgebung vorm Triathlon-Laden in Jena-Ost am 14. August

Wie wir Mitte Juli berichtet haben, wurde eine Kollegin im Triathlon-Laden in Jena-Ost nach zwei Wochen Arbeit rausgeschmissen und mit 100€ abgespeist. Das finden wir eine Unverschämtheit und zeigt noch einmal, wie unsere Bosse denken, mit uns herumspringen zu können! Wir wollen dem Chef vom Triathlon-Laden zeigen, dass wir damit gar nicht einverstanden sind und ihn auf die ausstehende Lohnzahlung hinweisen. Wir treffen uns am Dienstag, 14. August, um 11 Uhr vor dem Triathlon-Laden in der Karl-Liebknecht-Straße 1a. Wenn ihr Zeit habt, kommt gerne vorbei!

Kundgebungen vor Einrichtungen der Weimarer Giancarlo-Gruppe nach fristloser Kündigung

Nachdem eine Angestellte der „Gelateria Giancarlo“ fristlos gekündigt wurde, weil sie nach ihrem Trinkgeld gefragt hatte, fanden am Donnerstag dem 2. August vor der „Gelateria Giancarlo“ und dem Restaurant „Mi Piace“, beide Teil der Weimarer Restaurantkette „Gruppo Giancarlo“, Kundgebungen mit rund 20 Teilnehmer*innen statt.

Gute zwei Stunden lang wurden – begleitet von Redebeiträgen – Flyer verteilt und Gespräche mit den Passant*innen geführt. Diese zeigten sich größtenteils sehr aufgeschlossen gegenüber der Problematik und begrüßten die Aktion. Viele Gesprächspartner*innen äußerten, dass die miserablen Arbeitsbedingungen bei der Giancarlo Gruppe in der Stadt bekannt seien und berichteten teilweise von eigenen Erfahrungen als frühere Angestellte bzw. bei Bewerbungsgesprächen in den Einrichtungen der Giancarlo-Gruppe.

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Solidarität mit der gefeuerten Arbeiterin gegen die Willkür des Chefs!

[English follows German]

Aufruf der FAU Jena zu Protestkundgebungen vor Läden der Giancarlo-Gruppe in Weimar

2. August 2018, 17:00 Uhr vor der Gelateria Giancarlo in der Schillerstraße 11 und 18:00 Uhr vor dem Mi Piace in der Puschkinstraße 1

Diesen Sommer wurde eine Arbeiterin von der Giancarlo Gruppe gefeuert, nachdem sie vom Chef das Trinkgeld gefordert hatte. Außerdem wurde sie aus ihrer Wohnung geschmissen, denn sie und ihre Kolleg_innen wohnen in Wohnungen, die ihnen von ihren Chef vermietet werden. Wir haben dazu bereits eine Veröffentlichung gemacht und eine Kündigungsschutzklage eingereicht. Die Güteverhandlung mit der Giancarlo-Gruppe findet am 6. August in Erfurt statt.

Wir wollen der Giancarlo-Gruppe nun mit Protestkundgebungen vor ihren Läden zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen! Außerdem möchten wir die Menschen in Weimar darüber informieren, unter welchen Bedingungen migrantische Arbeiter_innen in den Vorzeigerestaurants ihrer Vorzeigestadt arbeiten müssen. Kommt alle vorbei!


Workers‘ Solidarity Against Arbitrary Bosses!

Call of FAU Jena to protest rallies in front of branches of the Weimar Giancarlo group

2nd August, 2018, 5 pm in front of Gelateria Giancarlo at Schillerstraße 11 an 6 pm in front of Mi Piace at Puschkinstraße 1

This summer one worker was fired by the Giancarlo group after demanding the tips from her boss. Moreover, she was also kicked out of her flat as she and her colleagues live in flats rented to them by their very bosses. We have already made a publication and filed a lawsuit against the dismissal. The conciliation hearing will take place on 6th August in Erfurt.

Now we want to show Giancarlo group with protest rallies in front of their branches that we won‘t put up with that! We also want to inform people from Weimar about the conditions in which immigrant workers have to work in the showpiece restaurants of their showpiece city. Join the protest!

2nd August in Weimar: Know your rights! Organise!

On 2nd August, 2018, as FAU Jena we will hold an information event for immigant workers in Weimar.

This post appears in the following order: English | Deutsch | Italiano | Español | Português

[English]

Know your rights! Organise!

Workers before us have conquered many rights. But, time and again, our bosses, be it in big comapnies or in small bars and restaurants, try to bypass and undermine them. That‘s why it is so important for us to know what we are – even legally! – entitled to and to claim it. In order to be successful, organising with your colleagues and joining up with a union is a prerequisite.

These are the rights every worker in Germany enjoys:

  • minimum wage (currently 8,84€ gross per hour)
  • sick pay
  • paid leave
  • resting time
  • supplemental pay for night shift work
  • payment of wages on time
  • self-management of tips
  • and many others.

It is so-called „mini-jobbers“, immigrants, youth and other underprivileged groups whose rights are regularly violated. For that reason we, the Free Workers Union of Jena, invite all workers, especially foreign workers, to an information event:

2nd August | Trierer Straße 39, 99423 | open doors from 8 p.m., information event from 10 p.m.

We can offer translation into the following languages: English, Portuguese, Spanish, Italian, Romanian, Polish.

FAU Jena is a member-led grassroots trade union, part of the anarcho-syndicalist movement. We have no paid functionaries, we take all decisions together and always position ourselves on the side of workers. Currently, we‘re supporting a worker from Weimar in claiming his outstanding wages from Dal Pescatore. Weiter lesen „2nd August in Weimar: Know your rights! Organise!“

Abtreibung ist auch eine Klassenfrage – Aufruf zur feministischen Demo am 16. Juni in Annaberg-Buchholz

Als FAU Jena unterstützen wir die Proteste gegen den christlich-fundamentalistischen „Schweigemarsch für das Leben“, der am 16. Juni in Annaberg-Buchholz für eine noch restriktivere Abtreibungspolitik demonstrieren wird. Stattdessen stellen wir uns hinter die Forderung der Frauenbewegung nach körperlicher und reproduktiver Selbstbestimmung.

Als Arbeiterorganisationen und Gewerkschaft ist uns die feministische Kampagne gegen den „Schweigemarsch“ ein wichtiges Anliegen, da gerade arme Frauen nicht den selben Zugang zu Aufklärungsmaterial, teuren Verhütungsmitteln und letztendlich Abtreibungen haben. In Ländern mit besonders eingeschränkten Abtreibungsmöglichkeiten können sie auch nicht einfach für einen Schwangerschaftsabbruch ins liberalere Ausland fahren, sondern sind auf riskante Abbrüche in Hinterhöfen angewiesen. Daher unterstützen wir als Gewerkschaft die Gegenproteste und rufen zu Beteiligung auf.

Wer aus Thüringen mit nach Annaberg-Buchholz fahren möchte, melde sich zeitnah bei der linken Basisgruppe Pekari.

ThürHG – neoliberale Konfliktverwaltung statt tatsächlicher Änderung von Machtverhältnissen

Statement der Bildungssektion der FAU Jena zum neuen Thüringer Hochschulgesetz

Am 27. April 2018 hat der Thüringer Landtag nach über zweijähriger Diskussion das neue Thüringer Hochschulgesetz verabschiedet. Das Gesetz spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an den Hochschulen. Entsprechend wollen wir uns im Folgenden kritisch mit dessen Novellierung auseinandersetzen. Während einige Veränderungen als Fortschritt gesehen werden können, bleibt es insgesamt hinter dem Forder- und Machbaren zurück und wird für gewerkschaftliche und andere Kämpfe an den Thüringer Hochschulen kaum bessere Bedingungen schaffen.

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Professionelle Standards der Schulsozialarbeit in Bezug auf rassistische Diskriminierung und Gewalt

Rassistische Gewalt an einer Schule in Erfurt-Herrenberg – Ein Kampf gegen das Schweigen und die Isolation der Betroffenen

2. Juni 2018 | 14:30-17:00 | Medienstudio (Haus 5, Raum 05.03.11) Ernst-Abbe-Hochschule, Carl-Zeiss-Promenade 2, 07745 Jena

Mitte 2017 wurde ein Schulsozialarbeiter von der Gemeinschaftsschule am großen Herrenberg in Erfurt von seinem Trägerverein Perspektiv e.V. gekündigt, weil er gegen die rassistische und rechte Gewalt an der Schule aufgestanden war. In den folgenden Monaten unterstützte ihn die FAU Jena gegen seinen Arbeitgeber, während das Break Isolation Netzwerk darauf aufmerksam machte, wie Neonazis an der Schule und im Stadtteil von der Stadtgesellschaft und den Institutionen toleriert ihren Terror verbreiten. Im ersten Teil werden Information zur Situation in folgenden Punkten dargestellt:

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