Informations- und Interessiertenveranstaltung der FAU am 9. Mai in Gotha

Als Basisgerkschaft FAU Jena werden wir am Mittwoch, 9. Mai, 19 Uhr eine Veranstaltung im Gothaer Hausprojekt „Juwel“ machen, in der wir über die Arbeit und Arbeitsweise der FAU, speziell in Thüringen, informieren möchten. Darüber hinaus soll es Raum geben, damit FAU-Interessierte sich austauschen können. Es wird auch die Möglichkeit geben, direkt in die FAU Jena einzutreten. Mittelfristig ist das Ziel, in Gotha eine FAU-Initiative aufzubauen.

Kino im Lokal: LA NUEVE – DIE VERGESSENEN HELDEN DER BEFREIUNG

Aus feierlichen Anlass werden wir Dienstag den 8. Mai um 20 Uhr den Film La Nueve in unserem Lokal zeigen.

La Nueve ou les oubliés de la victoire, F 2009, 53 min, OmU, Regie: Alberto Marquardt

Die offizielle Geschichtsschreibung vergisst oftmals die wahren Helden. So erging es auch den Soldaten der 9. Kompanie in General Leclercs 2. Bewaffneter Division. Am 24. August 1944 waren sie die ersten, die ins befreite Paris einmarschierten. Ihr Kampf begann allerdings nicht an diesem Datum und endete hier auch nicht. Über zehn Jahre kämpften sie gegen den Faschismus in Europa. Die meisten unter ihnen waren Spanier und ihr Kampf begann 1936 gegen Franco und führte sie danach nach Frankreich, Nord-Afrika und vielen anderen Orten bis zu Hitlers Adlerhorst auf dem Obersalzberg, in der Hoffnung in ein befreites Spanien zurückzukehren. Sie waren einfache Arbeiter bevor sie zur Waffe griffen. Sozialisten, Kommunisten, Anarchisten, viele von ihnen Mitglied der anarchosyndikalistischen CNT, einige ehemalige Milizionäre der legendären Kolonne Durruti. Gemein war ihnen, dass sie nicht für die Interessen einer Nation kämpften oder wie es einer von ihnen ausdrückte: “Wir kämpften nicht für eine Fahne, wir kämpften für unsere Ideale, für die Freiheit.” Am Ende wurden ihre Hoffnungen im Kalten Krieg aufgerieben: Franco wurde ein Alliierter der “Freien Welt”…
Im Film erzählen die Überlebenden Luis Royo und Manuel Fernandez ihre Geschichte. Sie blicken zurück ohne Verbitterung und sprechen über diese Jahre mit dem Wissen, das Richtige gemacht zu haben. Und sie würden keinen Augenblick zögern, es wieder zu tun…

Gewerkschaftliche Perspektiven auf Honorararbeit und universitäre Lehraufträge

12. Mai | 11:00 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena

Honorakräfte gibt es in den unterschiedlichsten Sektoren. Sie arbeiten als freiberufliche Journalist_innen, Designer_innen, Clickworker für IT-Unternehmen, geben Deutschkurse, unterichten an Universitäten, Volkshochschulen oder bei freien Bildungsträgern. Allein im Weiterbildungsbereich sind in Deutschland etwa 650.000 Dozent_innen tätig. Und das zu überaus prekären Bedingungen: sie sind befristet, verfügen über keine Urlaubsansprüche, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, müssen für die Beiträge zur Sozialversicherung allein aufkommen, und sind zumeist auch schlechter entlohnt als ihre festangestellten Kolleg_innen.

In der Veranstaltung wollen wir über die Situation von Honorarkräften und Lehrbeauftragten informieren, aber auch unsere Erfahrungen austauschen, unsere Isolation überwinden und die Möglichkeiten einer Vernetzung und gemeinsamen Gegenwehr gegen diese Verhältnisse ausloten.

Für Kinderbetreuung vor Ort, Getränke, Kaffee und Snacks ist gesorgt.

Bildungssektion der FAU Jena

Lohnnachzahlungen bis zum vierstelligen Bereich für mehrere studentische Hilfskräfte

An vielen Arbeitsorten der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena wurden und werden studentische Hilfskräfte missbräuchlich eingesetzt, um tariflich bezahlte Stellen zu ersetzen. Für inzwischen insgesamt fünf studentische Hilfskräfte konnte die Bildungssektion der FAU Jena in den letzten Monaten die Nachzahlung des Tariflohns durchsetzen.

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Solidarität muss praktisch werden

Seit 2012 befindet sich die Fabrik von Vio.Me in Thessaloniki (Griechenland) in der Hand ihrer Arbeiter*innen. Nach dem Bankrott des Unternehmens wurde die Fabrik besetzt und einiger Zeit später nahmen die Arbeiter*innen die Produktion ohne Chef in Eigenregie wieder auf. Zudem wurde die Produktion von chemischen Baustoffen auf biologische Reinigungsmittel umgestellt – bereits 2015 haben wir ihre Seife nach Jena impotiert. Sechs Jahre später hat sich die Situation wenig geändert. Die Fabrik ist nach wie vor besetzt und die Arbeiter*innen produzieren in Selbstverwaltung weiter.

Allerdings wurde der Vertrieb professionalisiert. Inzwischen kann über die Union-Coop aus Berlin das gesamte Sortiment von Vio.Me bestellt werden. Grund genug auch unsere Putzutensilien im Gewerkschaftslokal auf Vi.Me umzustellen und den Vertrieb der Seifen wieder aufzunehmen. Ihr könnt diese während unserer Öffnungszeiten bekommen.

Außerdem haben wir auch eine neue Lieferung des Olivenöl von Becollective auf Kreta bekommen und auch haben wir noch Kräutertee von SCOP-Ti vorrätig.

Gedenken an Opfer von Zwangsarbeit und Todesmarsch in Jena und Großlöbichau

Die Wandergruppe kurz vor Großlöbichau

Als Wandergruppe der FAU Jena haben wir am Sonntag, 8. April 2018, mit insgesamt 16 Teilnehmer_innen eine Wanderung in Erinnerung an das Jenaer KZ-Außenlager und das Massaker von Großlöbichau gemacht.Wir wollen im Folgenden über die Hintergründe der Wanderung und unsere Perspektiven auf ein engagiertes Erinnern sprechen.

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Feier anlässlich der Veröffentlichung unserer Betriebszeitung an der Uni Jena

Freitag, 30. März 2018, 18 Uhr im FAU-Lokal in der Bachstraße 22

Zum Sommersemester 2018 veröffentlichen wir als Bildungssektion der FAU Jena die erste Ausgabe unserer Betriebszeitung an der Uni Jena „Uni von Unten“. Wir laden Alle herzlich ein, mit uns anzustoßen (wir stellen zwei Flaschen Rotwein von einem gewerkschaftlichen Kollektivbetrieb aus Spanien) und sich ihr Exemplar der Zeitung zu sichern! Ansonsten findet ihr die Zeitung in den nächsten Wochen überall an der Uni.

Update: Inzwischen könnt ihr unsere Betriebszeitung „Uni von Unten“ auch einfach als pdf (1,8 MB) herunterladen..

Weimar restaurant “Dal Pescatore” refuses to pay employee / Weimarer Restaurant „Dal Pescatore“ verweigert Gehaltszahlung

+++ german version below +++

A worker of the catering trade who has been employed by the Weimar “Dal Pescatore” restaurant as a full-time waiter demands the payment of his unpaid salary.

What’s the trouble?

Despite of several requests the worker has made to “Dal Pescatore” the salary wasn’t received. After 40 days of unpaid work and in response to this unlawful treatment, the worker was forced to leave his place of work claiming his right of retention (BGB § 273).

We, as wage earners, depend on this money to make a living, which is why we can’t afford to not be paid simply because our bosses don’t feel like paying. Weiter lesen „Weimar restaurant “Dal Pescatore” refuses to pay employee / Weimarer Restaurant „Dal Pescatore“ verweigert Gehaltszahlung“

IG-Metall und DGB unfähig, faschistische Umtriebe in eigenen Reihen zu stoppen: Für eine antifaschistische Gewerkschaftsbewegung!

+++ Jenaer AfD-Spitze Jankowski ungestört als Betriebsrat und IG-Metaller tätig +++ IG-Metall und DGB scheinbar nicht gewillt, antifaschistische Grundsätze durchzusetzen +++ FAU Jena fordert Ausschluss von Jankowski und der AfD aus der Gewerkschaftsbewegung +++

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Wanderung in Gedenken an das KZ-Außenlager in Jena und die Opfer des Todesmarsches in Großlöbichau

Treff: 8. April, 13:00, in der Löbstedter Straße 56

Als Wandergruppe der FAU Jena wollen wir am Sonntag, dem 8. April, eine Wanderung von Jena-Nord über den Jenzig bis nach Großlöbichau unternehmen. Dazu treffen wir uns um 13 Uhr beim Gebäude des KSJ in der Löbstedter Straße 56 in unmittelbarer Nähe des Standortes des ehemaligen Außenlager des KZ Buchenwald beim Reichsbahnausbesserungswerk (RAW). Anschließend werden wir nach Jena-Ost laufen, den Jenzig besteigen und von dort parallel zur ehemaligen Reichsstraße nach Großlöbichau wandern. Dort wurden am 12. April 1945 um die 30 KZ-Häftlinge, die vom Todesmarsch geflohen waren, wiedereingefangen, hingerichtet und verscharrt. An sie erinnern heute ein Grab am Ort der Hinrichtung und eine Gedenktafel an der Bundesstraße.

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