Freie Arbeiter*innen Union Jena
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Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
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Kategorie: Arbeitskämpfe

  • Solidarität am Basketballplatz: Kundgebung gegen MEWA vor dem Spiel von Science City Jena

    Solidarität am Basketballplatz: Kundgebung gegen MEWA vor dem Spiel von Science City Jena

    Am Sonntag, dem 15. Februar, laden wir ab 15:30 Uhr zu unserer Kundgebung vor der Sparkassenarena ein. Anlass ist das Basketballspiel von Science City Jena, bei dem MEWA als Premium-Sponsor auftritt. Vor dem Spiel machen wir auf den Arbeitskonflikt aufmerksam, der für unser Mitglied und seine Familie existenzbedrohende Dimensionen angenommen hatte.

    Der Fall beschäftigt uns nun bereits seit fast einem Jahr. Nachdem eine Güteverhandlung im vergangenen Juli scheiterte, wurde es stiller um den Konflikt – doch der Konflikt läuft weiter. Am 24. Februar steht der Kammertermin an, bei dem die Richterin ein Urteil sprechen wird. Grund genug für uns, den Fall noch einmal in die Öffentlichkeit zu tragen. 

    Bis heute weigert sich MEWA, unserem Mitglied den Lohn für die Zeit seiner vierwöchigen Arbeitsunfähigkeit zu zahlen. Der ehemalige Mitarbeiter hatte zuvor sechs Monate lang für das Unternehmen gearbeitet und litt unter starken gesundheitlichen Belastungen aufgrund einseitiger Belastung. Trotz wiederholter Bitten um eine gesundheitsschonendere Tätigkeit blieb MEWA untätig und stellte stattdessen die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit infrage.

    Die Folgen sind verheerend: Der Mann, Vater zweier Kinder, wurde mit seiner Familie in ernsthafte finanzielle Not gebracht. „Das Verhalten von MEWA ist nicht nur unverantwortlich, sondern existenzbedrohend für mich und meine Familie“, so sein Appell an das Unternehmen.

    Die Kundgebung am Sonntag will den Druck auf MEWA erhöhen und den Betroffenen öffentlich den Rücken stärken. Zugleich rufen wir andere Betroffene dazu auf, sich nicht länger ungerechten Arbeitsbedingungen zu beugen. Denn dieser Fall ist offenbar kein Einzelphänomen, sondern ein Beispiel dafür, wie Konzerne sich durch Sponsoring ein sozial verantwortungsvolles Image verleihen, während sie ihren Beschäftigten hinter verschlossenen Türen die Rechte verweigern.

    Kommt zahlreich, zeigt eure Solidarität und helft uns, diesen Konflikt endgültig zugunsten unseres Mitglieds zu entscheiden!

    Mehr Details dazu gibt es in der News vom Juli:

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  • „Für ein gutes Leben für Alle“: Warnstreik auf dem Ernst-Abbe-Platz am 14. Januar 2026 Jena

    „Für ein gutes Leben für Alle“: Warnstreik auf dem Ernst-Abbe-Platz am 14. Januar 2026 Jena

    Gestern Mittag, genauer gesagt um 5 vor 12, haben sich etwa 300 Kolleg*innen vom Universitätsklinikum Jena, der Friedrich-Schiller-Universität, der Ernst-Abbe-Hochschule, dem Studierendenwerk Thüringen und einige weitere auf dem Ernst-Abbe-Platz in Jena versammelt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen und ein gutes Leben für alle, so Gewerkschaftssekretärin Teresa Gärtner (ver.di).

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte im Rahmen der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) zu dem Warnstreik aufgerufen.
    In Reden und auf Bannern und Schildern wurden Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten der letzten Jahre, die immer höhere Arbeitsbelastung durch hohe Fluktuation oder Unterbesetzung und die immer noch gravierenden Unterschiede in Arbeitszeit und Entgelt zwischen Ost und West adressiert. „Die Lohnmauer muss fallen“, hieß es in Redebeiträgen verschiedener Beschäftigter. In den Tarifverhandlungen werden unter anderem mindestens 7 % mehr Entgelt oder mindestens 300 Euro sowie 200 Euro mehr für Auszubildende und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung gefordert.

    Außerdem soll ein Tarifvertrag für Studierende etabliert werden: der TV-Stud. Dieser sieht eine höhere Bezahlung und eine längere Mindestlaufzeit von Arbeitsverträgen für studentisch Beschäftigte vor. So sollen jahrelange Kettenbefristungen und die damit verbundene finanzielle Existenzangst verhindert werden.

    Nach dem Streiktag ist vor dem Streiktag

    Eine rot-schwarze Flagge der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) weht im Wind vor dem Eingang zur Uni auf dem Abbe Platz in Jena. Die Flagge ist diagonal geteilt: Die obere linke Hälfte ist rot, die untere rechte Hälfte ist schwarz. Im Zentrum der Flagge stehen in großen, weißen Buchstaben die Initialen „FAU“. Darunter befindet sich in kleinerer, weißer Schrift die Internetadresse „www.fau.org“. Auf dem schwarzen Teil der Flagge, ganz rechts, ist das Logo der Gewerkschaft zu sehen: eine weiße, stilisierte, buckelnde Katze in einem weißen Kreis. Im unteren Bildrand ist ein Teil einer weiteren rot-weißen Flagge sowie ein Stück eines weißen Zeltes erkennbar. Der Hintergrund ist leicht unscharf und zeigt ein mehrstöckiges Gebäude mit großen Fensterfronten und blauen Metallstreben. Rechts im Bild ragt ein kahler Baum empor. Die gesamte Szene wirkt wie eine Aufnahme von einer Kundgebung oder Demonstration im Freien.

    Die FAU Jena solidarisiert sich mit allen Beschäftigten, die heute für eine bessere Zukunft auf die Straße gegangen sind. Der Arbeitskampf geht weiter. Wir Arbeiter:innen müssen uns regional und in Brancheninitiativen zusammenschließen, dauerhafte stabile Gruppen aufbauen und unsere Interessen immer wieder aktiv einfordern und erkämpfen.

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  • Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    ACHTUNG: DIE GÜTEVERHANDLUNG WURDE AUF DEN 04.02. verschoben!

    Am 17. Dezember haben wir eine Flyeraktion vor dem REWE in der Neuen Mitte durchgeführt, um die Öffentlichkeit auf unseren Arbeitskonflikt mit dem Supermarkt aufmerksam zu machen. Wir konnten zahlreiche Flyer an die Kund:innen verteilen, bevor wir vom Hausservice freundlich der Neuen Mitte verwiesen wurden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass wir vor der Tür weiter machen könnten.

    Dies sah der Chef, Herr Stützer, in seiner aufbrausenden Art, allerdings etwas anders. Nachdem er wenige Minuten später ebenfalls vor Ort war, rief er die Polizei zur Unterstützung. Da Herr Stützer mit Anzeige wegen Rufmord und anderen Dingen drohte, hat die unbeeindruckte Polizei sich die persönlichen Daten des anwesenden Gewerkschaftssekretärs geben lassen. Wir sind sehr auf Post gespannt!

    Die Güteverhandlung in diesem Fall findet am 6. Januar um 14:20 Uhr 04. Februar vor dem Arbeitsgericht Gera statt. Nach wie vor sind wir gesprächsbereit, um den Konflikt im Vorfeld außergerichtlich beizulegen. Dies haben wir gestern auch noch einmal persönlich kundgetan. Allerdings beschränkte sich die Gesprächsbereitschaft des Chefs gestern auf Drohungen.

    Unabhängig von uns hat die Jenaer Studierendenzeitung „Akrützel” heute einen Artikel zu den Arbeitsbedingungen unter besagtem Chef veröffentlicht, nachdem sie mit mehreren ehemaligen Angestellten gesprochen hat.

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  • „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    Rewe-Markt, Neue Mitte, Anfang November. Aus dem Nichts wurde unsere Genossin Lisa mitten in ihrer Schicht ins Büro zitiert, wo drei Vorgesetzte auf sie warteten. Sie sei aufgrund ihrer Krankentage „eine Belastung” für ihre Kolleg*innen und solle sofort einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, um das Arbeitsverhältnis zu beenden.

    Allein, ohne Vorbereitung, ohne gewerkschaftlichen oder anwaltlichen Beistand, in einem kleinen Raum und wortwörtlich von drei Vorgesetzten umringt – eine unfassbare Drucksituation. Mehrmals wiederholte Lisa, dass sie keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben wolle, doch die Verantwortlichen beharrten lautstark darauf. Zu gehen traute sie sich nicht. „Ich war quasi eingekesselt”, sagte sie später über die Situation.

    Aufgrund der immensen Belastungs- und Überrumpelungssituation sah sich Lisa gezwungen, den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Sie musste ihn sogar selbst handschriftlich verfassen. Da sie den Aufhebungsvertrag zuvor abgelehnt hatte, sollte dieser nun schon zum 15. November und nicht, wie zunächst „angeboten”, zum Ende des Monats gelten. Als ob das nicht genug wäre, sollte sie auch noch ihre Schicht beenden. Als sie sich weigerte, wurde ihr gedroht, ihre Überstunden und ihren Resturlaub einzubehalten.

    Anstatt eine Abfindung von ihrem Arbeitgeber zu erhalten, bekommt Lisa aufgrund des Aufhebungsvertrags auch kein Arbeitslosengeld – und muss nun um ihren Lebensunterhalt bangen.

    Als Gewerkschaft unterstützen wir unser Mitglied. Nachdem unsere Gesprächsangebote seitens Rewe zurückgewiesen wurden, haben wir Klage eingereicht. Außerdem bereiten wir gewerkschaftliche Aktionen vor, um das Thema an die Kund:innen und in die Öffentlichkeit zu tragen.

    Unsere Forderung an die Verantwortlichen ist klar: Sie sollen eine angemessene Kündigung mit uns vereinbaren!
    Es ist untragbar, wie mit den Mitarbeitenden des Rewe-Markts in der Neuen Mitte umgegangen wird.

    Schluss mit den Psycho-Spielchen und Mafia-Methoden!

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