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Ein Veranstaltungsplakat mit einem rosa Rahmen. Im Zentrum steht eine große, graue Skulptur im Stil des Sozialistischen Realismus, die einen Mann und eine Frau zeigt. Beide Figuren strecken gemeinsam einen Hammer und eine Sichel in den Himmel. Der Text auf dem Plakat lautet: Oben in großen rosa Buchstaben: „Kritik des Autoritarismus“ Darunter: „K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform“ Rechts daneben: „Vortrag und Diskussion mit Jonathan Eibisch“ Unten rechts stehen Datum und Ort: „24.8.26“ „19 Uhr“ „SR309 in der Carl-Zeiss-Straße 3“ Unten links befindet sich das Logo der FAU (Freie Arbeiter-Union).
24.08.2026, 19:00 to 21:00

Kritik des Autoritarismus. K-Gruppen als Zuspitzung einer autoritären Gesellschaftsform

Vortrag und Diskussion

Am 29. August wollen verschiedene (auswärtige) K-Gruppen eine antimilitaristische Demontration in Jena durchführen. Das Mobiplakat ist im Stil der 30er Jahre gehalten und verrät nicht, wer die Demonstration organisiert. Dies ist nicht ungewöhnlich. Der Anlass lohnt sich aber, dass wir uns das Phänomen der K-Gruppen und ihrer Organisationen genauer anschauen.

Sogenannte Kader-Gruppen verschiedener Ausrichtung sind seit ca. 2021 deutschlandweit, sogar europaweit auf dem Vormarsch. Das in den 70er und 80er Jahren der BRD bekannte Phänomen wurde wiederbelebt. Neoleninistische Gruppierungen bleiben dabei keineswegs nur obskure Vereinigungen von hängengebliebenen Alt-Genoss*innen. Vielmehr ziehen sie verstärkt junge Menschen an und reklamieren den Faktor Militanz für sich.

Für Anarchist*innen ist diese Entwicklung aus mehreren Gründen ärgerlich und beängstigend. Zum einen werden autoritäre Kommunist*innen als unliebsame Konkurrenz erlebt. Andererseits kann bei ihnen zu Recht verkürzte Herrschaftskritik, verbunden mit aufgewärmten, simplen Versprechungen, festgestellt werden. Weiterhin prägen sie ihre Mitglieder und Sympathisant*innen durch autoritäre Denkmuster und Verhaltensweisen und instrumentalisieren Bündnisse, um ihre Machtbasis auszubauen.

Schauen wir genauer hin, wird deutlich, dass der Auftrieb des neoleninistischen Pseudo-Kommunismus Ausdruck und Symptom  umfangreicher autoritärer Zuspitzungen in der Gesellschaft insgesamt ist. Es handelt sich bei ihnen um eine Verfallserscheinung  emanzipatorischer sozialer Bewegungen. Diese Entwicklung geht einer mit der Zunahme staatlicher Repression, der Faschisierung weiterer sozialer Milieus, der Verdrängung grundlegender Krisenerscheinungen, dem Angriff auf die liberale Demokratie sowie dem Abbau sozialer Sicherungen.

Nach dem Vortrag möchten wir gerne gemeinsam ins Gespräch kommen und diskutieren. Wir freuen uns sehr über eure unterschiedlichen Standpunkte und Perspektiven! Damit die Debatte für alle angenehm und konstruktiv bleibt, bitten wir alle Teilnehmenden um einen respektvollen, solidarischen und kritischen Dialog.

#Autoritarismus #Vortrag #Kader #KGruppen #Faschismus #Faschisierung #Kommunismus

SR 309, Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
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