Gestern Mittag, genauer gesagt um 5 vor 12, haben sich etwa 300 Kolleg*innen vom Universitätsklinikum Jena, der Friedrich-Schiller-Universität, der Ernst-Abbe-Hochschule, dem Studierendenwerk Thüringen und einige weitere auf dem Ernst-Abbe-Platz in Jena versammelt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen und ein gutes Leben für alle, so Gewerkschaftssekretärin Teresa Gärtner (ver.di).
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte im Rahmen der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) zu dem Warnstreik aufgerufen.
In Reden und auf Bannern und Schildern wurden Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten der letzten Jahre, die immer höhere Arbeitsbelastung durch hohe Fluktuation oder Unterbesetzung und die immer noch gravierenden Unterschiede in Arbeitszeit und Entgelt zwischen Ost und West adressiert. „Die Lohnmauer muss fallen“, hieß es in Redebeiträgen verschiedener Beschäftigter. In den Tarifverhandlungen werden unter anderem mindestens 7 % mehr Entgelt oder mindestens 300 Euro sowie 200 Euro mehr für Auszubildende und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung gefordert.
Außerdem soll ein Tarifvertrag für Studierende etabliert werden: der TV-Stud. Dieser sieht eine höhere Bezahlung und eine längere Mindestlaufzeit von Arbeitsverträgen für studentisch Beschäftigte vor. So sollen jahrelange Kettenbefristungen und die damit verbundene finanzielle Existenzangst verhindert werden.
Nach dem Streiktag ist vor dem Streiktag

Die FAU Jena solidarisiert sich mit allen Beschäftigten, die heute für eine bessere Zukunft auf die Straße gegangen sind. Der Arbeitskampf geht weiter. Wir Arbeiter:innen müssen uns regional und in Brancheninitiativen zusammenschließen, dauerhafte stabile Gruppen aufbauen und unsere Interessen immer wieder aktiv einfordern und erkämpfen.


