Freie Arbeiter*innen Union Jena
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Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
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Schlagwort: Arbeitskampf

  • Voller Erfolg im Arbeitskampf gegen REWE!

    Voller Erfolg im Arbeitskampf gegen REWE!

    Gemeinsam mit unserem Gewerkschafts-Mitglied Lisa sind wir gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, REWE Tino Stützer, vorgegangen. Sie sollte im November gegen ihren Willen einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, eine Abfindung bekam sie nicht und durch den Aufhebungsvertrag blieb auch das Geld vom Amt aus. Nicht nur stand sie deswegen von einem Tag auf den anderen ohne Arbeitsplatz da, sondern musste auch um ihren Lebensunterhalt bangen. Wir haben gemeinsam mit ihr Klage eingereicht, in Aktionen vor den REWE-Märkten von Stützer Flyer an Kund*innen verteilt und über Lisas Fall aufgeklärt. 

    Der Aufhebungsvertrag wird in eine ordentliche Kündigung zum 31.12.2025 umgewandelt, statt wie ursprünglich geplant zum 15.11.2025.
    Außerdem werden – anders als angedroht – alle Urlaubstage und Überstunden vollständig ausgezahlt und alle Minusstunden gestrichen. Die 14-tägige Widerrufsfrist, die Stützers Vertretung eingefordert hatte, ist inzwischen verstrichen. Damit ist die Einigung offiziell und unser Arbeitskampf damit erfolgreich abgeschlossen.

    Insgesamt haben wir mehr als 2000€ für Lisa erkämpft und ein wichtiges Zeichen gegenüber Stützer und allen anderen Arbeitgebenden in Jena gesetzt: Wir geben nicht klein bei, wenn unsere Mitglieder ungerecht behandelt werden. Wir wehren uns, alle gemeinsam!

    Auch Probleme am Arbeitsplatz? Egal, ob bei REWE oder anderswo: Komm gern zu unserer gewerkschaftlichen Sprechstunde! Wir beraten dich und kämpfen an deiner Seite. Jeden Dienstag um 19 Uhr in der Bachstraße 22, 07745 Jena.

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  • Solidarität am Basketballplatz: Kundgebung gegen MEWA vor dem Spiel von Science City Jena

    Solidarität am Basketballplatz: Kundgebung gegen MEWA vor dem Spiel von Science City Jena

    Am Sonntag, dem 15. Februar, laden wir ab 15:30 Uhr zu unserer Kundgebung vor der Sparkassenarena ein. Anlass ist das Basketballspiel von Science City Jena, bei dem MEWA als Premium-Sponsor auftritt. Vor dem Spiel machen wir auf den Arbeitskonflikt aufmerksam, der für unser Mitglied und seine Familie existenzbedrohende Dimensionen angenommen hatte.

    Der Fall beschäftigt uns nun bereits seit fast einem Jahr. Nachdem eine Güteverhandlung im vergangenen Juli scheiterte, wurde es stiller um den Konflikt – doch der Konflikt läuft weiter. Am 24. Februar steht der Kammertermin an, bei dem die Richterin ein Urteil sprechen wird. Grund genug für uns, den Fall noch einmal in die Öffentlichkeit zu tragen. 

    Bis heute weigert sich MEWA, unserem Mitglied den Lohn für die Zeit seiner vierwöchigen Arbeitsunfähigkeit zu zahlen. Der ehemalige Mitarbeiter hatte zuvor sechs Monate lang für das Unternehmen gearbeitet und litt unter starken gesundheitlichen Belastungen aufgrund einseitiger Belastung. Trotz wiederholter Bitten um eine gesundheitsschonendere Tätigkeit blieb MEWA untätig und stellte stattdessen die daraus resultierende Arbeitsunfähigkeit infrage.

    Die Folgen sind verheerend: Der Mann, Vater zweier Kinder, wurde mit seiner Familie in ernsthafte finanzielle Not gebracht. „Das Verhalten von MEWA ist nicht nur unverantwortlich, sondern existenzbedrohend für mich und meine Familie“, so sein Appell an das Unternehmen.

    Die Kundgebung am Sonntag will den Druck auf MEWA erhöhen und den Betroffenen öffentlich den Rücken stärken. Zugleich rufen wir andere Betroffene dazu auf, sich nicht länger ungerechten Arbeitsbedingungen zu beugen. Denn dieser Fall ist offenbar kein Einzelphänomen, sondern ein Beispiel dafür, wie Konzerne sich durch Sponsoring ein sozial verantwortungsvolles Image verleihen, während sie ihren Beschäftigten hinter verschlossenen Türen die Rechte verweigern.

    Kommt zahlreich, zeigt eure Solidarität und helft uns, diesen Konflikt endgültig zugunsten unseres Mitglieds zu entscheiden!

    Mehr Details dazu gibt es in der News vom Juli:

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  • Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    ACHTUNG: DIE GÜTEVERHANDLUNG WURDE AUF DEN 04.02. verschoben!

    Am 17. Dezember haben wir eine Flyeraktion vor dem REWE in der Neuen Mitte durchgeführt, um die Öffentlichkeit auf unseren Arbeitskonflikt mit dem Supermarkt aufmerksam zu machen. Wir konnten zahlreiche Flyer an die Kund:innen verteilen, bevor wir vom Hausservice freundlich der Neuen Mitte verwiesen wurden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass wir vor der Tür weiter machen könnten.

    Dies sah der Chef, Herr Stützer, in seiner aufbrausenden Art, allerdings etwas anders. Nachdem er wenige Minuten später ebenfalls vor Ort war, rief er die Polizei zur Unterstützung. Da Herr Stützer mit Anzeige wegen Rufmord und anderen Dingen drohte, hat die unbeeindruckte Polizei sich die persönlichen Daten des anwesenden Gewerkschaftssekretärs geben lassen. Wir sind sehr auf Post gespannt!

    Die Güteverhandlung in diesem Fall findet am 6. Januar um 14:20 Uhr 04. Februar vor dem Arbeitsgericht Gera statt. Nach wie vor sind wir gesprächsbereit, um den Konflikt im Vorfeld außergerichtlich beizulegen. Dies haben wir gestern auch noch einmal persönlich kundgetan. Allerdings beschränkte sich die Gesprächsbereitschaft des Chefs gestern auf Drohungen.

    Unabhängig von uns hat die Jenaer Studierendenzeitung „Akrützel” heute einen Artikel zu den Arbeitsbedingungen unter besagtem Chef veröffentlicht, nachdem sie mit mehreren ehemaligen Angestellten gesprochen hat.

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  • „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    Rewe-Markt, Neue Mitte, Anfang November. Aus dem Nichts wurde unsere Genossin Lisa mitten in ihrer Schicht ins Büro zitiert, wo drei Vorgesetzte auf sie warteten. Sie sei aufgrund ihrer Krankentage „eine Belastung” für ihre Kolleg*innen und solle sofort einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, um das Arbeitsverhältnis zu beenden.

    Allein, ohne Vorbereitung, ohne gewerkschaftlichen oder anwaltlichen Beistand, in einem kleinen Raum und wortwörtlich von drei Vorgesetzten umringt – eine unfassbare Drucksituation. Mehrmals wiederholte Lisa, dass sie keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben wolle, doch die Verantwortlichen beharrten lautstark darauf. Zu gehen traute sie sich nicht. „Ich war quasi eingekesselt”, sagte sie später über die Situation.

    Aufgrund der immensen Belastungs- und Überrumpelungssituation sah sich Lisa gezwungen, den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Sie musste ihn sogar selbst handschriftlich verfassen. Da sie den Aufhebungsvertrag zuvor abgelehnt hatte, sollte dieser nun schon zum 15. November und nicht, wie zunächst „angeboten”, zum Ende des Monats gelten. Als ob das nicht genug wäre, sollte sie auch noch ihre Schicht beenden. Als sie sich weigerte, wurde ihr gedroht, ihre Überstunden und ihren Resturlaub einzubehalten.

    Anstatt eine Abfindung von ihrem Arbeitgeber zu erhalten, bekommt Lisa aufgrund des Aufhebungsvertrags auch kein Arbeitslosengeld – und muss nun um ihren Lebensunterhalt bangen.

    Als Gewerkschaft unterstützen wir unser Mitglied. Nachdem unsere Gesprächsangebote seitens Rewe zurückgewiesen wurden, haben wir Klage eingereicht. Außerdem bereiten wir gewerkschaftliche Aktionen vor, um das Thema an die Kund:innen und in die Öffentlichkeit zu tragen.

    Unsere Forderung an die Verantwortlichen ist klar: Sie sollen eine angemessene Kündigung mit uns vereinbaren!
    Es ist untragbar, wie mit den Mitarbeitenden des Rewe-Markts in der Neuen Mitte umgegangen wird.

    Schluss mit den Psycho-Spielchen und Mafia-Methoden!

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  • Abfindung von 500€ nach Klage gegen Jenaer Kneipe gewonnen

    Abfindung von 500€ nach Klage gegen Jenaer Kneipe gewonnen

    Am 25.11.2025 unterstützen wir ein Gewerkschaftsmitglied, einen ehemaligen Angestellten einer Kneipe in Jena, vor dem Arbeitsgericht Gera. Er wurde von seinem Arbeitgeber unzulässig mit einer verkürzten Frist per SMS gekündigt, in der das Arbeitsverhältnis für beendet erklärt wurde. Später reichte er eine schriftliche Kündigung nach, hielt sich dabei aber nicht an die gesetzlichen Kündigungsfristen.

    Der ehemalige Mitarbeiter der Kneipe, der knapp über dem Minijob verdiente, wollte dieses Verhalten nicht einfach so hinnehmen und wandte sich an die FAU Jena.

    Wir forderten die Umwandlung der Kündigung in eine ordentliche Kündigung sowie die Zahlung des ausstehenden Lohns.

    In der Gastronomie herrscht ein schlechter Organisationsgrad unter den Beschäftigten – davon profitieren die Arbeitgebenden. Niedrige Löhne, belastende Arbeitszeiten und ein respektloses Verhalten von Gäst*innen oder Vorgesetzten sind hier keine Seltenheit. Umso mehr lohnt es sich, in Konfliktsituationen nicht alleine zu bleiben und sich an die Gewerkschaft zu wenden.

    In unserem Fall konnte in der Güteverhandlung eine Abfindung i. H. v. 500 € sowie das Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses bis zum 31.10. geeinigt werden. Dadurch hat unser Gewerkschaftsmitglied nun Anspruch auf Arbeitslosengeld.

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