Solidarität mit der Besetzung von Hörsaal 1 an der Universität Jena

Unterstützungserklärung der FAU-Beschäftigten an der Universität Jena

Die Studierenden der Universität Jena haben heute den Hörsaal besetzt. Sie fordern den Erhalt des Lehrstuhls für Geschlechtergeschichte, bessere Arbeitsbedingungen für die studentischen Beschäftigten, mehr Demokratie an der Universität und eine klare antifaschistische Haltung. Als wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Universitätsbeschäftigte, als Kolleg:innen und Gewerkschafter:innen erklären wir uns mit der Aktion der Studierenden und ihren Forderungen solidarisch.

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Der Arbeitskampf bei Domino’s Pizza in Leipzig

Film und Gespräch mit einem der gewerkschaftlich aktiven Arbeiter:innen

Donnerstag, 13.10.22, 18 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal in der Bachstraße 23

Wir zeigen einen halbstündigen Dokumentarfilm über den Arbeitskampf der Betriebsgruppe der FAU Leipzig bei Domino’s Pizza in Leipzig für bessere Arbeitsbedingungen und gegen die Schikanen der Chefs. Anschließend werden wir mit einem der Arbeiter:innen ins Gespräch kommen, der sich mit seinen Kolleg:innen organisiert hatte, um konkrete Verbesserungen durchzusetzen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Alternativen Orientierungstage (ALOTA) an der Universität Jena statt.

Podiumsdiskussion: Universität und Widerstand

Der Fachschaftsrat (FSR) der Philosophie veranstaltet im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe “Universität in der Krise?” eine Podiumsdiskussion, wo auch die FAU Jena mit auf den Podium sitzen wird. Termin ist der 16. Juni 18:30 Uhr und der Ort wird zeitnah bekannt gegeben. Checkt diesbezüglich die Website des FSR zur Veranstaltungsreihe. Hier noch die Ankündigung:

Wie ist es eigentlich um die lokalen Verhältnisse an der FSU Jena bestellt?

Vertreter*innen verschiedener bildungspolitischer Gruppen aus Jena werden sich der Frage widmen, welche Veränderungen der Lehr-, Lern-, Forschungs- und Arbeitsbedingungen an der FSU Jena notwendig sind, welche Handlungsspielräume bereits erschlossen wurden und wie sich diese ausweiten lassen könnten.

Zur Corona-Impfung und Solidarität

Seit Monaten dominiert die Frage einer Impfpflicht die Berichterstattung und das Protestgeschehen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Viele Chef*innen sind nur deswegen an einer hohen Impfquote und an Druckmitteln zur Erreichung selbiger interessiert, um den reibungslosen Fortlauf ihrer Geschäfte, also der Ausbeutung zu sichern. Es geht ihnen nicht um die Gesundheit ihrer Beschäftigten oder nachhaltige Durchbrechung von Infektionsketten, weshalb eine Fokussierung auf den Impfstatus auch dazu führt, dass andere wichtige Schutzmaßnahmen aus Kostengründen unterlassen werden.

In der Frage der Impfung gibt es in unserem Syndikat bisher keinen Dissens: Wir halten die Impfung nicht nur für einen wirksamen Selbstschutz, sondern vor allem auch für eine notwendige, solidarische Maßnahme zum Schutz unserer Mitmenschen, Kolleg*innen, Kund*innen und Klient*innen. Wir können alle, die es bis jetzt noch nicht getan haben, nur eindringlich dazu aufrufen, sich impfen zu lassen. Es wäre wünschenswert, dass die Impfung mehr Sicherheit gegen die verschiedenen Corona-Varianten bieten würde und noch weniger als die geringen Risiken von unmittelbaren Komplikationen nach der Impfung bestehen würden. Jedoch senkt der Impfschutz signifikant die Gefahr eines schweren Verlaufs und die Viruslast, die eine Infektion unserer Mitmenschen verursacht. Auf der individuellen Ebene ist es daher ein Gebot der Solidarität, die Schutzimpfungen durchzuführen.

Trotzdem sollte darüber hinaus um weitaus mehr gestritten werden: Eine wirksame Pandemiebekämpfung müsste sofort Abstand von der profitorientierten Impfstoffproduktion unter Patentschutz nehmen, damit möglichst schnell Impfstoffe weltweit und dezentralisiert hergestellt und verteilt werden könnten. Hinzukäme eine Ursachenforschung zur Entstehung von Pandemien, die eng mit Umweltzerstörung, Artensterben, Massentierhaltung und katastrophalen Arbeitsverhältnissen zusammenhängen. Genauso muss das Prinzip des Marktes, wenn es schon auf absehbare Zeit nicht insgesamt durchbrochen werden kann, soweit es geht im Gesundheitssektor zurückgedrängt werden. Das Wohlergehen von Patient*innen und Gesundheits-/Pflegepersonal muss dringend an Bedeutung gewinnen. Daher müsste als erstes die Schließung „unprofitabler“ Kliniken gestoppt und das System der Fallpauschalen abgeschafft werden.

Wir unterstützen die Positionen des Bündnisses Jena Solidarisch, das sich wöchentlich gegen die Aktionen von Leugner*innen der Pandemie stellt, die gemeinsam mit Neonazis marschieren und Verschwörungserzählungen verbreiten. Wir brauchen dringend mehr Gegenerzählungen und praktische Erfahrungen, die auf Solidarität gründende Alternativen zu staatlichem Autoritarismus und Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt aufzeigen. Solche Alternativen müssen überzeugender sein als gefährliche personalisierte Schuldzuweisungen und eine verkürzte Kapitalismuskritik, wie sie derzeit hinsichtlich Pandemie und Impfung in Jena und anderswo propagiert werden.

Das FAU-Gewerkschaftslokal in Jena unterstützen – spenden und/oder Mitglied werden

Viele Organisationen und Räume haben aufgrund wegfallender Präsenzveranstaltungen und Einnahmen in der Coronavirus-Pandemie finanziell zu kämpfen. Das betrifft auch uns als Basisgewerkschaft FAU Jena mit unserem Büro/Gewerkschaftslokal in der Bachstraße 22.

Vor der Pandemie haben wir den Raum intensiv für Versammlungen, Arbeitstreffen, die gewerkschaftliche Sprechstunde, Veranstaltungen, Filmabende und Kneipenabende genutzt und ihn auch anderen Initiativen, Gruppen und Bewegungen zur Verfügung gestellt. Der Betrieb ist aufgrund der Schutzmaßnahmen gegen das Virus natürlich stark eingeschränkt. Wir wünschen uns allerdings, dass wir ihn bei entsprechenden Lockerungen wieder mehr nutzen können und bieten ihnen gerne wieder anderen an.

Um die Miete dauerhaft abdecken zu können sind wir auf die Beiträge unserer Mitglieder und die Spenden von Unterstützer:innen angewiesen. Wir möchten an der Stelle darum werben, uns auf folgendes Konto einen Dauerauftrag für die Deckung der Miete einzurichten:

FAU Jena
IBAN DE34 8306 5408 0104 7572 03
BIC GENODEF1SLR

Noch besser wäre es, Mitglied zu werden. Die Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft lohnt sich auch für dich: Als Mitglied profitierst du von gewerkschaftlicher und anwaltlicher Beratung und Vertretung, gewerkschaftlichen und arbeitsrechtlichen Schulungen und von der tatkräftigen Unterstützung der anderen Mitglieder. Mehr Informationen zur Mitgliedschaft findest du hier.