FAU Jena - Freie Arbeiter*innen Union
FAU Jena – Freie Arbeiter*innen Union
@fau.jena@jena.fau.org

FAU Jena: hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
#anarchismus #gewerkschaft
#anarchosyndikalismus

222 Beiträge
88 Folgende

Schlagwort: Solidarität

  • Zukunft erkämpfen: Drei Veranstaltungen zur Klimakatastrophe, Solidarität & postkapitalistischen Perspektiven

    Zukunft erkämpfen: Drei Veranstaltungen zur Klimakatastrophe, Solidarität & postkapitalistischen Perspektiven

    Die Klimakatastrophe ist da und mit ihr die Frage, wie wir darauf antworten. Verzweiflung? Verdrängung? Oder der Versuch, gemeinsam etwas aufzubauen? Wir als Klimagruppe der FAU Jena haben für diesen Herbst drei Veranstaltungen organisiert, die genau diese Frage aus unterschiedlichen Richtungen angehen. Die ersten beiden finden im Rahmen der ALOTA Jena statt. Hier die Übersicht:


    🎬 Samstag, 17.10. | 16:15–18:15

    Jeder Acker, jede Fabrik – Ideen für eine notwendige Revolution

    ein Film von Labournet TV und AngryWorkers

    Ein farbenfrohes Plakat in Gelb, Violett und Blau. Oben links in einem gelben Kasten stehen die Daten: Samstag, 17.10. um 16:15 Uhr, Uni Jena, Hörsaal 4, Carl-Zeiß-Straße 3, Jena. Im Hintergrund ist eine Frau an einer Nähmaschine zu sehen. In großen, violetten Buchstaben steht zentral der Titel: „JEDER ACKER JEDE FABRIK“. Links daneben steht der Text: „Ideen für eine notwendige Revolution“. Rechts steht: „Ein Film von Labournet TV und AngryWorkers“. Das Design ist collagenartig mit Punkten und Wellenlinien. Unten links sind die Logos der FAU und einer weiteren Organisation, unten rechts das Logo von Labournet TV zu sehen.

    Wir stecken in einer Systemkrise, und die Frage „Sozialismus oder Barbarei“ ist wieder auf dem Parkett. Was können wir von den Bewegungen der 1970er lernen – und was von den Kritiker*innen der Sowjetbürokratie? Was haben Arbeiter*innen zu sagen, die sich heute auf Gemüseäckern, in Umspannwerken, Krankenhäusern oder U-Bahnschächten wehren?

    Aus all diesen Stimmen entwickelt der Film ein konkretes Bild des Übergangs in eine postkapitalistische Gesellschaft – und die Grundzüge einer Planwirtschaft von unten. Im Anschluss diskutieren wir mit den Filmemacher*innen, u.a. bekannt durch den Film Der laute Frühling – Gemeinsam aus der Klimakrise.

    📍 Uni Jena, Hörsaal 4 | Carl-Zeiß-Straße 3, Jena

    im Rahmen der ALOTA Jena

    → Zur Veranstaltung


    📖 Sonntag, 18.10. | 16:00–18:00

    Buchlesung: „Wie wir uns eine Zukunft auf diesem Planeten erkämpfen“

    mit Johanna Schellhagen

    Ein Plakat mit beigem Hintergrund und einem weißen zentralen Bereich. Oben steht der Name der Autorin: „Johanna Schellhagen“. Der Buchtitel in fetten Großbuchstaben lautet: „WIE WIR UNS EINE ZUKUNFT AUF DIESEM PLANETEN ERKÄMPFEN“, ergänzt durch den Untertitel „Ein Handbuch für Unerschrockene“. In der Mitte sind zwei rote Notausgangs-Schilder abgebildet. Rechts ragt eine große rote Fahne ins Bild. Unten links in einem weißen Kasten stehen die Details zur Buchvorstellung: Sonntag, 18.10. um 16:00 Uhr im Haus auf der Mauer, Großer Saal, Johannisplatz 26, Jena. Unten finden sich die Logos der FAU und des Büchner Verlags.

    Die Klimabewegung steht an einem Wendepunkt: Überzeugende Strategien fehlen, Verzweiflung und Verdrängung machen sich breit. Doch wie kommen wir aus dieser Sackgasse heraus?

    In ihrem neuen Buch wagt Johanna Schellhagen einen konkreten Vorschlag: Wie können wir die nötige Geschlossenheit und materielle Macht aufbauen, um den Kapitalismus durch eine nachhaltige, vernünftige Produktionsweise zu ersetzen – und so die Klimakatastrophe noch abzuwenden?

    Johanna Schellhagen ist Gründerin und Mitarbeiterin von Labournet TV in Berlin und beschäftigt sich seit 25 Jahren filmisch mit sozialen Bewegungen, Streiks, Klassenkämpfen und der Klimabewegung.

    Kommt vorbei, diskutiert mit und lasst uns gemeinsam über Strategien für eine lebenswerte Zukunft reden!

    📍 Haus auf der Mauer, Großer Saal | Johannisplatz 26, Jena

    im Rahmen der ALOTA Jena

    → Zur Veranstaltung


    📖 Montag, 7.12. | 18:00–20:00

    Über Leben durch gegenseitige Hilfe im Kollaps

    Vortrag und Diskussion mit Annette Schlemm

    Veranstaltungsplakat mit rosa Rahmen. Oben steht in einem rosa Kasten: „Vortrag mit Annette Schlemm“. Darunter die Termindaten: Montag, 7.12. um 18:00 Uhr im Haus auf der Mauer, Großer Saal, Johannisplatz 26, Jena. Der Haupttitel in großer schwarzer Schrift lautet: „Über Leben durch gegenseitige Hilfe im Kollaps“. Darunter befindet sich ein Schwarz-Weiß-Bild, das eine Gruppe von Menschen zeigt, die sich gegenseitig an einem steilen Felsen hochziehen. Über das Bild ist schräg das Wort „Auszug“ gelegt. Unten links ist das Logo der FAU zu sehen.

    Viele von uns ahnen es längst: Es geht nicht mehr lange so gut wie jetzt noch. Die Artenvielfalt crasht, das Klima kippt, die Gesellschaft ebenfalls. Es geht nicht mehr darum, die Utopie des besseren Lebens durchzusetzen – sondern uns vor dem totalen Absturz zu retten.

    Was können wir tun, um die schon vorhandenen und kommenden Katastrophen vor allem für die Benachteiligten und Unterdrückten dieser Erde doch noch „besser“ zu machen? Was droht uns daran zu hindern? Woran orientieren wir uns, wie organisieren wir uns?

    Vor allem geht es um die Unterscheidung des solidarischen Preppens vom rechten, regressiven Preppen. Gedanken dazu stellt Annette Schlemm vor und lädt zur Diskussion ein.

    📍 Haus auf der Mauer, Großer Saal | Johannisplatz 26, Jena
    → Zur Veranstaltung


    Die Klimakrise lässt sich nicht losgelöst von der Frage denken, wie wir Wirtschaft und Gesellschaft umbauen. Kommt vorbei, bringt Freund*innen mit, diskutiert mit. Wir freuen uns auf euch!

    Eure Klimagruppe der FAU Jena

    Fediverse reactions
  • Du bist der Regierung egal

    Du bist der Regierung egal

    Jeden Tag neue Kürzungen, Militarisierung und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen: es ist verständlich, dass das viele in Schockstarre versetzt. Doch nur, weil wir das System am Laufen halten, kann so agiert werden. Wir müssen aufhören, auf Rettung von oben zu hoffen, und uns stattdessen unabhängig und basisdemokratisch organisieren. Die Freie Arbeiter:innen Union stellt die Systemfrage: Wie wäre es, wenn wir die Produktion selbst verwalten und Bedürfnisse über Profit stellen? Organisier dich mit uns, tritt der FAU bei und kämpfe für das gute Leben!

    Mehr Infos: https://nichtegal.fau.org/

    Fediverse reactions
  • Gewerkschaftliche Solidarität mit der Roten Hilfe

    Gewerkschaftliche Solidarität mit der Roten Hilfe

    Mitte Dezember haben die GLS Bank und die Sparkasse Göttingen der linken Solidaritätsorganisation Rote Hilfe die Konten gekündigt. Ursächlich dafür ist sehr wahrscheinlich der politische Druck aus den USA. Die US-Regierung hat die u. a. von Medien als „Antifa Ost“ bezeichnete Gruppe als Terrororganisation eingestuft und auf eine Sanktionsliste gesetzt. Es scheint, dass die Banken der Roten Hilfe die Konten gekündigt haben, da diese sich mit den Antifaschist*innen solidarisiert, die für die sogenannte „Antifa Ost“ verfolgt und inhaftiert werden. Damit wollen die Banken das Risiko minimieren, selbst von Sanktionen aus den USA getroffen zu werden.

    In der letzten Zeit hat die GLS auch anderen linken Organisationen die Konten gekündigt, darunter einem Verein, der die Arbeit des Anarchist Black Cross Dresden unterstützt, der Partei DKP sowie einer Einzelperson, die mit dem ABC-nahen Verein in Verbindung gebracht wird. Wie das Anarchist Black Cross schreibt, handelt es sich dabei um einen politischen Angriff auf die linke Infrastruktur in Deutschland. Die Kündigung von Konten macht es linken Organisationen unmöglich, Mitgliedsbeiträge und Spenden zu verwalten und Ausgaben wie Miete, Anwaltskosten und Personalkosten zu tätigen.

    Uns Gewerkschafter*innen sollte die Kündigung der Konten der Roten Hilfe alarmieren. Erstens trifft diese Maßnahme eine Organisation, die ein solidarisches Verhältnis zu unseren Gewerkschaften pflegt. Die Rote Hilfe steht Kolleg*innen bei, die unter Berufsverboten leiden oder bei ihrem Engagement von der Polizei und der Staatsanwaltschaft drangsaliert werden. Die Rote Hilfe beschäftigt sich außerdem mit Repressalien und Union Busting gegen aktive Kolleg*innen, Betriebsräte und Gewerkschaften. Nicht umsonst sind viele Gewerkschafter*innen Mitglied der Roten Hilfe. Zweitens treffen die Repressalien, von denen das „Debanking“ nur ein Ausdruck ist, aktuell linksradikale Organisationen, die Klimabewegung, Antifaschist*innen sowie politisch sehr engagierte Gewerkschafter*innen. Es ist jedoch keineswegs ausgeschlossen, dass bei der autoritären Entwicklung in absehbarer Zeit auch andere linke Organisationen sowie unsere Gewerkschaften ins Visier genommen werden. Wir müssen zusammenhalten, um diese Angriffe abzuwehren.

    Wir rufen daher unsere Mitglieder und alle Gewerkschaftsfreund*innen auf:

    • Sprecht mit euren Kolleg*innen und anderen Gewerkschafter*innen über die Angriffe auf die Rote Hilfe und andere linke Organisationen.
    • Werdet jetzt erst recht Mitglied der Roten Hilfe und ermutigt andere, ebenfalls beizutreten, siehe https://rote-hilfe.de/aktiv-werden/mitglied-werden.
    • Falls ihr bereits Mitglied seid, wechselt von Dauerauftrag zu Lastschrift.
    • Solidarisiert euch öffentlich mit der Roten Hilfe und den anderen angegriffenen linken Organisationen.
    • Kontaktiert die GLS Bank und bringt eure Bedenken zum Ausdruck.

    Wir schließen uns außerdem der Forderung des Projekts OM10 nach Transparenz über die Gründe für die Kontokündigung an.

    Sekretariat der FAU Jena
    30. Dezember 2025

    Fediverse reactions
  • Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    Flyeraktion vor REWE in der Neuen Mitte

    ACHTUNG: DIE GÜTEVERHANDLUNG WURDE AUF DEN 04.02. verschoben!

    Am 17. Dezember haben wir eine Flyeraktion vor dem REWE in der Neuen Mitte durchgeführt, um die Öffentlichkeit auf unseren Arbeitskonflikt mit dem Supermarkt aufmerksam zu machen. Wir konnten zahlreiche Flyer an die Kund:innen verteilen, bevor wir vom Hausservice freundlich der Neuen Mitte verwiesen wurden mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass wir vor der Tür weiter machen könnten.

    Dies sah der Chef, Herr Stützer, in seiner aufbrausenden Art, allerdings etwas anders. Nachdem er wenige Minuten später ebenfalls vor Ort war, rief er die Polizei zur Unterstützung. Da Herr Stützer mit Anzeige wegen Rufmord und anderen Dingen drohte, hat die unbeeindruckte Polizei sich die persönlichen Daten des anwesenden Gewerkschaftssekretärs geben lassen. Wir sind sehr auf Post gespannt!

    Die Güteverhandlung in diesem Fall findet am 6. Januar um 14:20 Uhr 04. Februar vor dem Arbeitsgericht Gera statt. Nach wie vor sind wir gesprächsbereit, um den Konflikt im Vorfeld außergerichtlich beizulegen. Dies haben wir gestern auch noch einmal persönlich kundgetan. Allerdings beschränkte sich die Gesprächsbereitschaft des Chefs gestern auf Drohungen.

    Unabhängig von uns hat die Jenaer Studierendenzeitung „Akrützel” heute einen Artikel zu den Arbeitsbedingungen unter besagtem Chef veröffentlicht, nachdem sie mit mehreren ehemaligen Angestellten gesprochen hat.

    Fediverse reactions
  • „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    „Ich war quasi eingekesselt.“ – Rewe drängt FAU-Mitglied zu unfairem Aufhebungsvertrag

    Rewe-Markt, Neue Mitte, Anfang November. Aus dem Nichts wurde unsere Genossin Lisa mitten in ihrer Schicht ins Büro zitiert, wo drei Vorgesetzte auf sie warteten. Sie sei aufgrund ihrer Krankentage „eine Belastung” für ihre Kolleg*innen und solle sofort einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, um das Arbeitsverhältnis zu beenden.

    Allein, ohne Vorbereitung, ohne gewerkschaftlichen oder anwaltlichen Beistand, in einem kleinen Raum und wortwörtlich von drei Vorgesetzten umringt – eine unfassbare Drucksituation. Mehrmals wiederholte Lisa, dass sie keinen Aufhebungsvertrag unterschreiben wolle, doch die Verantwortlichen beharrten lautstark darauf. Zu gehen traute sie sich nicht. „Ich war quasi eingekesselt”, sagte sie später über die Situation.

    Aufgrund der immensen Belastungs- und Überrumpelungssituation sah sich Lisa gezwungen, den Aufhebungsvertrag zu unterschreiben. Sie musste ihn sogar selbst handschriftlich verfassen. Da sie den Aufhebungsvertrag zuvor abgelehnt hatte, sollte dieser nun schon zum 15. November und nicht, wie zunächst „angeboten”, zum Ende des Monats gelten. Als ob das nicht genug wäre, sollte sie auch noch ihre Schicht beenden. Als sie sich weigerte, wurde ihr gedroht, ihre Überstunden und ihren Resturlaub einzubehalten.

    Anstatt eine Abfindung von ihrem Arbeitgeber zu erhalten, bekommt Lisa aufgrund des Aufhebungsvertrags auch kein Arbeitslosengeld – und muss nun um ihren Lebensunterhalt bangen.

    Als Gewerkschaft unterstützen wir unser Mitglied. Nachdem unsere Gesprächsangebote seitens Rewe zurückgewiesen wurden, haben wir Klage eingereicht. Außerdem bereiten wir gewerkschaftliche Aktionen vor, um das Thema an die Kund:innen und in die Öffentlichkeit zu tragen.

    Unsere Forderung an die Verantwortlichen ist klar: Sie sollen eine angemessene Kündigung mit uns vereinbaren!
    Es ist untragbar, wie mit den Mitarbeitenden des Rewe-Markts in der Neuen Mitte umgegangen wird.

    Schluss mit den Psycho-Spielchen und Mafia-Methoden!

    Fediverse reactions