Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
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Nach der eigenständigen Kündigung eines unserer Mitglieder bei seinem ehemaligen Arbeitgeber standen Kranken- und Urlaubszahlungen aus. Zudem wurden ohne Angabe konkreter Gründe einmalig 100 € vom Gehalt abgezogen.
Mehrere Nachfragen unseres Mitglieds blieben unbeantwortet. Nach einer gemeinsamen Besprechung und dem Versand eines Forderungsschreibens an den Arbeitgeber ging dieser schließlich auf uns ein. Somit konnten wir eine Einigung von rund 1.000 € für unseren Genossen erzielen.
Jeden Tag neue Kürzungen, Militarisierung und die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen: es ist verständlich, dass das viele in Schockstarre versetzt. Doch nur, weil wir das System am Laufen halten, kann so agiert werden. Wir müssen aufhören, auf Rettung von oben zu hoffen, und uns stattdessen unabhängig und basisdemokratisch organisieren. Die Freie Arbeiter:innen Union stellt die Systemfrage: Wie wäre es, wenn wir die Produktion selbst verwalten und Bedürfnisse über Profit stellen? Organisier dich mit uns, tritt der FAU bei und kämpfe für das gute Leben!
Der mörderische Angriff auf unseren Gewerkschaftsfreund in Stuttgart ist kein Einzelfall, sondern Teil einer tödlichen Welle neonazistischer Gewalt. Gemeinsam mit „Uni gegen Rechts“ Jena trauern wir um den verstorbenen Kollegen und stehen an der Seite der Angehörigen.
Gemeinsam mit unserem Gewerkschafts-Mitglied Lisa sind wir gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber, REWE Tino Stützer, vorgegangen. Sie sollte im November gegen ihren Willen einen Aufhebungsvertrag unterzeichnen, eine Abfindung bekam sie nicht und durch den Aufhebungsvertrag blieb auch das Geld vom Amt aus. Nicht nur stand sie deswegen von einem Tag auf den anderen ohne Arbeitsplatz da, sondern musste auch um ihren Lebensunterhalt bangen. Wir haben gemeinsam mit ihr Klage eingereicht, in Aktionen vor den REWE-Märkten von Stützer Flyer an Kund*innen verteilt und über Lisas Fall aufgeklärt.
Der Aufhebungsvertrag wird in eine ordentliche Kündigung zum 31.12.2025 umgewandelt, statt wie ursprünglich geplant zum 15.11.2025. Außerdem werden – anders als angedroht – alle Urlaubstage und Überstunden vollständig ausgezahlt und alle Minusstunden gestrichen. Die 14-tägige Widerrufsfrist, die Stützers Vertretung eingefordert hatte, ist inzwischen verstrichen. Damit ist die Einigung offiziell und unser Arbeitskampf damit erfolgreich abgeschlossen.
Insgesamt haben wir mehr als 2000€ für Lisa erkämpft und ein wichtiges Zeichen gegenüber Stützer und allen anderen Arbeitgebenden in Jena gesetzt: Wir geben nicht klein bei, wenn unsere Mitglieder ungerecht behandelt werden. Wir wehren uns, alle gemeinsam!
Auch Probleme am Arbeitsplatz? Egal, ob bei REWE oder anderswo: Komm gern zu unserer gewerkschaftlichen Sprechstunde! Wir beraten dich und kämpfen an deiner Seite. Jeden Dienstag um 19 Uhr in der Bachstraße 22, 07745 Jena.
Gestern Mittag, genauer gesagt um 5 vor 12, haben sich etwa 300 Kolleg*innen vom Universitätsklinikum Jena, der Friedrich-Schiller-Universität, der Ernst-Abbe-Hochschule, dem Studierendenwerk Thüringen und einige weitere auf dem Ernst-Abbe-Platz in Jena versammelt. Sie forderten bessere Arbeitsbedingungen und ein gutes Leben für alle, so Gewerkschaftssekretärin Teresa Gärtner (ver.di).
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte im Rahmen der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) zu dem Warnstreik aufgerufen. In Reden und auf Bannern und Schildern wurden Themen wie die steigenden Lebenshaltungskosten der letzten Jahre, die immer höhere Arbeitsbelastung durch hohe Fluktuation oder Unterbesetzung und die immer noch gravierenden Unterschiede in Arbeitszeit und Entgelt zwischen Ost und West adressiert. „Die Lohnmauer muss fallen“, hieß es in Redebeiträgen verschiedener Beschäftigter. In den Tarifverhandlungen werden unter anderem mindestens 7 % mehr Entgelt oder mindestens 300 Euro sowie 200 Euro mehr für Auszubildende und eine unbefristete Übernahme nach der Ausbildung gefordert.
Außerdem soll ein Tarifvertrag für Studierende etabliert werden: der TV-Stud. Dieser sieht eine höhere Bezahlung und eine längere Mindestlaufzeit von Arbeitsverträgen für studentisch Beschäftigte vor. So sollen jahrelange Kettenbefristungen und die damit verbundene finanzielle Existenzangst verhindert werden.
Nach dem Streiktag ist vor dem Streiktag
Die FAU Jena solidarisiert sich mit allen Beschäftigten, die heute für eine bessere Zukunft auf die Straße gegangen sind. Der Arbeitskampf geht weiter. Wir Arbeiter:innen müssen uns regional und in Brancheninitiativen zusammenschließen, dauerhafte stabile Gruppen aufbauen und unsere Interessen immer wieder aktiv einfordern und erkämpfen.