Freie Arbeiter*innen Union Jena
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Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
#anarchismus #gewerkschaft
#anarchosyndikalismus

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Kategorie: Website

  • Solidarität mit der Besetzung von Hörsaal 1 an der Universität Jena

    Solidarität mit der Besetzung von Hörsaal 1 an der Universität Jena

    Unterstützungserklärung der FAU-Beschäftigten an der Universität Jena

    Die Studierenden der Universität Jena haben heute den Hörsaal besetzt. Sie fordern den Erhalt des Lehrstuhls für Geschlechtergeschichte, bessere Arbeitsbedingungen für die studentischen Beschäftigten, mehr Demokratie an der Universität und eine klare antifaschistische Haltung. Als wissenschaftliche und nicht-wissenschaftliche Universitätsbeschäftigte, als Kolleg:innen und Gewerkschafter:innen erklären wir uns mit der Aktion der Studierenden und ihren Forderungen solidarisch.

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  • Der Arbeitskampf bei Domino’s Pizza in Leipzig

    Der Arbeitskampf bei Domino’s Pizza in Leipzig

    Film und Gespräch mit einem der gewerkschaftlich aktiven Arbeiter:innen

    Donnerstag, 13.10.22, 18 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal in der Bachstraße 23

    Wir zeigen einen halbstündigen Dokumentarfilm über den Arbeitskampf der Betriebsgruppe der FAU Leipzig bei Domino’s Pizza in Leipzig für bessere Arbeitsbedingungen und gegen die Schikanen der Chefs. Anschließend werden wir mit einem der Arbeiter:innen ins Gespräch kommen, der sich mit seinen Kolleg:innen organisiert hatte, um konkrete Verbesserungen durchzusetzen.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen der Alternativen Orientierungstage (ALOTA) an der Universität Jena statt.

  • Pressemitteilung der FAU Jena bzgl. verzögerter Lohnzahlungen an der FSU Jena

    Pressemitteilung der FAU Jena bzgl. verzögerter Lohnzahlungen an der FSU Jena

    Die Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena zeigt sich derzeit nicht in der Lage, ihren neueingestellten Beschäftigten die Gehälter bzw. Löhne ordnungsgemäß auszuzahlen, da es sowohl im Personaldezernat der Universität als auch im Finanzministerium gravierende Personalprobleme gibt. Die Basisgewerkschaft FAU fordert daher unmittelbar unbürokratische Abschlagszahlungen und darüber hinausgehend eine bessere Bezahlung und Behandlung der Universitätsbeschäftigten.

    Seit spätestens April 2022 kommt es in Personalangelegenheiten der Universität zu zahlreichen Verzögerungen. Zum einen verzögert sich die Einstellung neuer Beschäftigter bzw. die Vertragsverlängerung von Beschäftigten, teilweise um Monate. Zum anderen erhalten die Neueingestellten über mehrere Wochen keine Löhne bzw. Gehälter, obwohl sie bereits arbeiten. Auch Vertragsänderungen wie Aufstockungen werden erst Wochen später umgesetzt. Dies betrifft studentische, wissenschaftliche und Verwaltungsbeschäftigte an der ganzen Universität.

    Die Ursache für das Problem stellt die Unterbesetzung des Personaldezernats in Kombination mit Personalproblemen in der zentralen Gehaltsabrechnungsstelle im Thüringer Finanzamt dar. Die wenigen verbliebenen Sachbearbeiter:innen können den Verwaltungsaufwand nicht rechtzeitig bewältigen.

    In einer E-Mail an die Sekretariate der Institute vom 26. April 2022 gibt die Universität die „eingeschränkte Funktionsfähigkeit“ zu, fordert dazu auf, „ von Nachfragen bezüglich ausstehender Gehaltszahlungen vorerst bitte abzusehen“ und erklärt, dass „hilfsweise Abschlagszahlungen […] unter den gegebenen Umständen nicht möglich“ seien. Die Sachbearbeiter:innen kämen bei Bedarf auf die Beschäftigten zu.

    Der Basisgewerkschaft FAU sind mehrere Fälle von Beschäftigten aus der gewerkschaftlichen Sprechstunde sowie unter den eigenen Mitgliedern bekannt. „Als ich meine Stelle angetreten habe, meinten meine Kolleginnen, dass es wohl Probleme mit den Lohnzahlungen geben könne. Ich habe zum Ende des ersten Monats auch tatsächlich keinen Lohn bekommen. Im zweiten Monat bekam ich dann plötzlich eine Abschlagszahlung auf mein Konto. Das alles habe ich aber nur durch meine Kolleginnen erfahren. Sonst hat sich keiner die Mühe gemacht, mit mir zu reden. Diese Zeit konnte ich nur überbrücken, indem ich mir privat Geld geliehen habe, was ich bei einem Arbeitgeber wie der Uni echt nicht erwartet hätte“, so ein Mitglied der FAU und Beschäftiger der Universität, der anonym bleiben möchte.

    Aus gewerkschaftlicher Perspektive liegt die Ursache für die genannten Probleme darin, dass die Universität ihre Beschäftigten über einen jahrelangen Sparkurs ausgelaugt hat. Die vergleichsweise schlecht bezahlten Beschäftigten aus dem Personaldezernat stimmen mit den Füßen ab und haben in größerer Zahl gekündigt und die Universität verlassen. Deswegen stellt die FAU folgende Forderungen zur Diskussion:

    • unmittelbar: unbürokratische Abschlagszahlungen an neueingestellte Kolleg:innen und eine transparente Kommunikation ihnen gegenüber
    • sowie weitergehend: die bessere Bezahlung und Behandlung der Universitätsbeschäftigten, z. B. durch eine Höhergruppierung der Beschäftigten des Personaldezernats.

    Weiterhin ermutigt die FAU die Kolleg:innen aller Statusgruppen in der Universität dazu, miteinander in die Diskussion zu kommen und den bestehenden Unmut nicht in Pausengesprächen zu belassen, sondern gemeinsam nach oben zu kommunizieren.

    Jena, 23. Juni 2022

  • Podiumsdiskussion: Universität und Widerstand

    Podiumsdiskussion: Universität und Widerstand

    Der Fachschaftsrat (FSR) der Philosophie veranstaltet im Rahmen seiner Veranstaltungsreihe “Universität in der Krise?” eine Podiumsdiskussion, wo auch die FAU Jena mit auf den Podium sitzen wird. Termin ist der 16. Juni 18:30 Uhr und der Ort wird zeitnah bekannt gegeben. Checkt diesbezüglich die Website des FSR zur Veranstaltungsreihe. Hier noch die Ankündigung:

    Wie ist es eigentlich um die lokalen Verhältnisse an der FSU Jena bestellt?

    Vertreter*innen verschiedener bildungspolitischer Gruppen aus Jena werden sich der Frage widmen, welche Veränderungen der Lehr-, Lern-, Forschungs- und Arbeitsbedingungen an der FSU Jena notwendig sind, welche Handlungsspielräume bereits erschlossen wurden und wie sich diese ausweiten lassen könnten.

  • Zur Corona-Impfung und Solidarität

    Zur Corona-Impfung und Solidarität

    Seit Monaten dominiert die Frage einer Impfpflicht die Berichterstattung und das Protestgeschehen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Viele Chef*innen sind nur deswegen an einer hohen Impfquote und an Druckmitteln zur Erreichung selbiger interessiert, um den reibungslosen Fortlauf ihrer Geschäfte, also der Ausbeutung zu sichern. Es geht ihnen nicht um die Gesundheit ihrer Beschäftigten oder nachhaltige Durchbrechung von Infektionsketten, weshalb eine Fokussierung auf den Impfstatus auch dazu führt, dass andere wichtige Schutzmaßnahmen aus Kostengründen unterlassen werden.

    In der Frage der Impfung gibt es in unserem Syndikat bisher keinen Dissens: Wir halten die Impfung nicht nur für einen wirksamen Selbstschutz, sondern vor allem auch für eine notwendige, solidarische Maßnahme zum Schutz unserer Mitmenschen, Kolleg*innen, Kund*innen und Klient*innen. Wir können alle, die es bis jetzt noch nicht getan haben, nur eindringlich dazu aufrufen, sich impfen zu lassen. Es wäre wünschenswert, dass die Impfung mehr Sicherheit gegen die verschiedenen Corona-Varianten bieten würde und noch weniger als die geringen Risiken von unmittelbaren Komplikationen nach der Impfung bestehen würden. Jedoch senkt der Impfschutz signifikant die Gefahr eines schweren Verlaufs und die Viruslast, die eine Infektion unserer Mitmenschen verursacht. Auf der individuellen Ebene ist es daher ein Gebot der Solidarität, die Schutzimpfungen durchzuführen.

    Trotzdem sollte darüber hinaus um weitaus mehr gestritten werden: Eine wirksame Pandemiebekämpfung müsste sofort Abstand von der profitorientierten Impfstoffproduktion unter Patentschutz nehmen, damit möglichst schnell Impfstoffe weltweit und dezentralisiert hergestellt und verteilt werden könnten. Hinzukäme eine Ursachenforschung zur Entstehung von Pandemien, die eng mit Umweltzerstörung, Artensterben, Massentierhaltung und katastrophalen Arbeitsverhältnissen zusammenhängen. Genauso muss das Prinzip des Marktes, wenn es schon auf absehbare Zeit nicht insgesamt durchbrochen werden kann, soweit es geht im Gesundheitssektor zurückgedrängt werden. Das Wohlergehen von Patient*innen und Gesundheits-/Pflegepersonal muss dringend an Bedeutung gewinnen. Daher müsste als erstes die Schließung „unprofitabler“ Kliniken gestoppt und das System der Fallpauschalen abgeschafft werden.

    Wir unterstützen die Positionen des Bündnisses Jena Solidarisch, das sich wöchentlich gegen die Aktionen von Leugner*innen der Pandemie stellt, die gemeinsam mit Neonazis marschieren und Verschwörungserzählungen verbreiten. Wir brauchen dringend mehr Gegenerzählungen und praktische Erfahrungen, die auf Solidarität gründende Alternativen zu staatlichem Autoritarismus und Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt aufzeigen. Solche Alternativen müssen überzeugender sein als gefährliche personalisierte Schuldzuweisungen und eine verkürzte Kapitalismuskritik, wie sie derzeit hinsichtlich Pandemie und Impfung in Jena und anderswo propagiert werden.