Freie Arbeiter*innen Union Jena
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Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
#anarchismus #gewerkschaft
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Schlagwort: Solidarität

  • Heute ist der Geburtstag von Luisa Capetillo🔥

    Heute ist der Geburtstag von Luisa Capetillo🔥

    Die Gewerkschafterin und Anarchistin wurde 1879 in Ariecibo, Puerto Rico, geboren. Als eine der ersten Frauen organisierte sie Tabak- und andere Landarbeiter*innen in Puerto Rico, New York und Florida – und das sehr erfolgreich.

    In den Tabakfabriken organisierte sie Beschäftigte, las ihnen revolutionäre Texte vor und ermutigte sie, sich zu bilden, in Gewerkschaften zu organisieren und für ein gutes Leben für Alle zu kämpfen. 1916 führte sie einen erfolgreichen Zuckerrohrstreik von mehr als 40.000 Arbeiter*innen auf Puerto Rico an.

    Als Gewerkschafterin, Anarchistin und Feministin setzte sie sich unerschrocken für die Selbstbestimmung der Arbeiterklasse ein und verband feministische, soziale und gerwerkschaftliche Kämpfe. Capetillo forderte gleiche Löhne für Frauen, freie Liebe und die Abschaffung kapitalistischer Unterdrückung – radikal, mutig und ihrer Zeit weit voraus.

    Ihr Ziel war klar:

    👉 Eine gerechte Gesellschaft ohne Ausbeutung, Patriarchat und Hierarchie.

    Bild von Luisa Capetillo, die 1922 verstorben ist und daher vor dem 1. Januar 1923 entstanden ist.

    Wenn du mehr über feministische Gewerkschaftsgeschichte lernen willst, komm in unserem Gewerkschaftslokal vorbei. Wir haben einige Bücher zum Ausleihen.📖

    Wenn du selbst aktiv werden willst, komm zur FAU oder wende dich an Gruppen wie Feministischer Streik.

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  • Wir machen auf den Arbeitskampf unseres Schwester-Syndikats, der FAU Dresden, im Café V-Cake aufmerksam

    Wir machen auf den Arbeitskampf unseres Schwester-Syndikats, der FAU Dresden, im Café V-Cake aufmerksam

    Reblog via Allgemeines Syndikat Dresden

    Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz kollektiv bekämpfen! dd.fau.org/2025/10/20/sexuelle

    Die Dresdner Neustadt mag sich im Marketing als weltoffenes Szeneviertel präsentieren, die Realität für viele Beschäftigte in der Gastronomie sieht jedoch oft düster aus. Wie in vielen Betrieben der Branche herrschen auch im veganen Café V-Cake auf der Rothenburger Straße unzumutbare Arbeitsbedingungen. Nachdem sich Mitarbeiter*innen darüber beschwerten, wurden sie kurzerhand fristlos gekündigt. Daraufhin organisierte die FAU Dresden im August 2025 eine Protestkundgebung unter dem Motto „Süße Kuchen, bittere Jobs“ und zog auch vor Gericht. Der Inhaber des Cafés zeigte sich uneinsichtig, und ehemalige Angestellte berichten weiterhin von einem „unerträglichen Arbeitsklima“.

    Doch die Dimension dieses Arbeitskampfes geht weit über schlechte Bezahlung oder lange Stunden hinaus. Es soll gezielte Einschüchterung und sexualisierte Gewalt gegeben haben. Mehrere Arbeiter*innen schildern anzügliche Bemerkungen, ungewollte Berührungen und systematischen Machtmissbrauch durch den Chef. Darauf reagierte dieser mit Ablehnung, psychischem Druck, Kontrolle und Missachtung. Diese Vorwürfe zeigen, wie hierarchische Abhängigkeitsverhältnisse Belästigung und Gewalt Vorschub leistet. Die FAU hat dies zum Anlass genommen, mit einer Aufklärungsveranstaltung genau vor dem Café ein deutliches Zeichen gegen sexualisierte Gewalt am Arbeitsplatz zu setzen. Dieser Fall ist kein Einzelschicksal, sondern symptomatisch für eine Branche, in der das Machtgefälle zwischen Chef*innen und Arbeiter*innen allzu oft ausgenutzt wird. Umso wichtiger ist es, solidarisch an der Seite der Betroffenen zu stehen und solche Missstände nicht länger zu tolerieren.

    Den kompletten Text findet ihr unter https://www.addn.me/news/wegen-kuendigungen-arbeitskampf-in-der-neustaedter-gastro/.

  • Gestern waren wir bei MEWA in Jena – für faire Behandlung und gegen Lohneinbehaltung!

    Gestern waren wir bei MEWA in Jena – für faire Behandlung und gegen Lohneinbehaltung!

    Gemeinsam mit zwölf unterstützenden Personen haben wir gestern zum Schichtwechsel eine Kundgebung vor dem MEWA-Standort in Jena organisiert und Flugblätter an Beschäftigte und Passant*innen verteilt. Ziel war es, auf den Fall eines ehemaligen Mitarbeiters aufmerksam zu machen, dem MEWA (@mewa_textilservice ) den Lohn während seiner Krankheitszeit bis heute verweigert.

    Die Situation der betroffenen migrantischen Person ist besorgniserregend: Während seiner sechsmonatigen Tätigkeit bei MEWA litt er unter starken gesundheitlichen Problemen, die durch die einseitige körperliche Belastung verstärkt wurden. Trotz wiederholter Bitten um eine andere Tätigkeit, die seine Gesundheit schont, reagierte das Unternehmen nicht. Nachdem ärztlich attestierte Rückenschmerzen und ein Asthmaanfall zu einer Krankschreibung geführt hatten, verweigerte MEWA die Lohnzahlung für die Krankheitszeit. Anstatt Unterstützung zu bieten, zweifelte das Unternehmen die Krankschreibung an und ließ den Kollegen im Regen stehen.

    Für den Betroffenen und seine Familie ist das Verhalten von MEWA existenzbedrohend. Solange der Lohn einbehalten wird, fehlt das Geld für die Miete, Einkäufe und andere Lebenshaltungskosten. Deshalb fordert er, dass MEWA die ausstehenden Zahlungen leistet. Dies wird er mit unserer Unterstützung weiterhin energisch verfolgen.

    Während MEWA Jena im Dezember 2023 für gelungene Integration ausgezeichnet wurde, zeigt dieser Fall die krasse Diskrepanz zur Realität.

    Mit unserer Kundgebung wollten wir darauf aufmerksam machen, was sonst im Verborgenen bleibt, und ein Zeichen für faire Arbeitsbedingungen setzen. Wir wollen damit auch andere Beschäftigte ermutigen, sich gegen eine solche Behandlung zu wehren. Ihr seid nicht allein!

    Eine Gruppe stehender Menschen in Warnwesten und mit Fahnen mit den Buchstaben "FAU". Im Hintergrund ist das Fabrikgebäude der MEWA zu sehen.

    Mehr dazu hier:
    https://jena.fau.org/2025/07/24/gesundheit-ignoriert-lohn-verweigert-kundgebung-bei-mewa-in-jena-am-23-juli/

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  • Antritt der Haftstrafe für sechs Kolleg:innen unserer spanischen Schwestergewerkschaft

    Antritt der Haftstrafe für sechs Kolleg:innen unserer spanischen Schwestergewerkschaft

    Sechs Kolleg:innen unserer spanischen Schwestergewerkschaft CNT mussten heute am 10. Juli eine 3,5 Jahre lange Haftstrafe antreten: Verurteilt weil sie unermüdlich für ihre Rechte als Arbeiter:innen kämpften. Das was sie taten ist auch das was wir täglich tun und weltweit spüren dadurch die Chefs den Gegenwind unserer verstärkten gewerkschaftlichen Organisierung. Wir wissen: Die Gewerkschaft ist unsere einzige Verteidigung. Wir kämpfen weiter für die Freiheit der 6 Kolleg:innen von der La Suiza. Gewerkschaftsarbeit ist kein Verbrechen!

    Ihr seid nicht allein!
    ¡No estáis solas!
    You are not alone!

    Freiheit für die sechs Kolleg:innen der La Suiza!
    ¡Libertad para las seis compañeras de La Suia!
    Freedom for the six from La Suiza!

    Gewerkschaftsarbeit ist kein Verbrechen!
    ¡Sindicalismo no es un delito!
    Labour union action is not a crime!


    Mehr dazu:

    Zu sehen ist das innere eines Raumes. 6 Personen halten ein Banner hoch mit der Aufschrift "!SOMOS MAS DE SEIS!" in schwarzer Schrift. Links daneben steht in rot: "CNT FAU". Darunter sitzen 4 weitere Personen, die ein FAU Banner hochhalten.
    Solidaritätsfoto zum bundesweiten Aktionstag am 08.01.
  • Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen

    Solidarität mit dem Streik der polnischen Kolleg* innen

    Seit dem 3. Juni streiken 80 % der Produktionsarbeiter*innen in dem 300 Beschäftigte zählenden Werk unserer polnischen Schwestergewerkschaft Inicjatywa Pracownicza (IP) in der Firma Jeremias in Gniezno! Sie kämpfen für eine monatliche Lohnerhöhung von 180 Euro, längere bezahlte Pausen und die Auszahlung von Überstunden nach einem Monat statt nach einem Jahr.

    Die deutsche Muttergesellschaft, die Jeremias Abgastechnik GmbH mit Sitz in Wassertrüdingen, Bayern, hat ihren Umsatz zwischen 2015 und 2023 von 64 auf 210 Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der fünfköpfige Vorstand der polnischen Tochterfirma zahlte sich selbst in 2024 über 1,8 Millionen Złoty (eine knappe halbe Million in Euro) aus. Gleichzeitig sollen die polnischen Arbeiter*innen mit Löhnen unter Branchendurchschnitt die Gewinne erwirtschaften. Das Unternehmen kassiert sogar staatliche Beihilfen für Gefangenenarbeit.

    Der Arbeitskonflikt dauert bereits über acht Monate und mündete am 3. Juni nach einer erfolgreichen Urabstimmung in den aktuellen Streik. Die Geschäftsführung hat zwei Gewerkschafter der IP entlassen und versucht die Streikenden in einem Lagerhaus ohne Wasserzugang zu isolieren. Sie droht mit Produktionsverlagerung und hat die US-Anwaltskanzlei Littler beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Streiks anzufechten.

    Die Kolleg*innen arbeiten unter schwierigen und gefährlichen Bedingungen mit schweren Metallteilen und schädlichen Chemikalien. Die schlechten Arbeitsbedingungen in Polen drücken auch die Standards in Deutschland. Deshalb rufen wir als FAU und IP besonders die deutschen Kolleg*innen im Stammwerk Wassertrüdingen auf: Lasst euch nicht als Streikbrecher missbrauchen! Der Streik in Gniezno ist auch im Interesse der Beschäftigten in Wassertrüdingen.

    OZZ Inicjatywa Pracownicza
    IBAN PL88 2130 0004 2001 0577 6570 0001
    Code BIC/SWIFT: INGBPLPW
    Volkswagen Bank direct