Freie Arbeiter*innen Union Jena
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Hier gibts neues aus eurer kämpferischen Basisgewerkschaft in Jena!
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Kategorie: Website

  • Solidarität mit der gefeuerten Arbeiterin gegen die Willkür des Chefs!

    Solidarität mit der gefeuerten Arbeiterin gegen die Willkür des Chefs!

    [English follows German]

    Aufruf der FAU Jena zu Protestkundgebungen vor Läden der Giancarlo-Gruppe in Weimar

    2. August 2018, 17:00 Uhr vor der Gelateria Giancarlo in der Schillerstraße 11 und 18:00 Uhr vor dem Mi Piace in der Puschkinstraße 1

    Diesen Sommer wurde eine Arbeiterin von der Giancarlo Gruppe gefeuert, nachdem sie vom Chef das Trinkgeld gefordert hatte. Außerdem wurde sie aus ihrer Wohnung geschmissen, denn sie und ihre Kolleg_innen wohnen in Wohnungen, die ihnen von ihren Chef vermietet werden. Wir haben dazu bereits eine Veröffentlichung gemacht und eine Kündigungsschutzklage eingereicht. Die Güteverhandlung mit der Giancarlo-Gruppe findet am 6. August in Erfurt statt.

    Wir wollen der Giancarlo-Gruppe nun mit Protestkundgebungen vor ihren Läden zeigen, dass wir uns das nicht gefallen lassen! Außerdem möchten wir die Menschen in Weimar darüber informieren, unter welchen Bedingungen migrantische Arbeiter_innen in den Vorzeigerestaurants ihrer Vorzeigestadt arbeiten müssen. Kommt alle vorbei!


    Workers‘ Solidarity Against Arbitrary Bosses!

    Call of FAU Jena to protest rallies in front of branches of the Weimar Giancarlo group

    2nd August, 2018, 5 pm in front of Gelateria Giancarlo at Schillerstraße 11 an 6 pm in front of Mi Piace at Puschkinstraße 1

    This summer one worker was fired by the Giancarlo group after demanding the tips from her boss. Moreover, she was also kicked out of her flat as she and her colleagues live in flats rented to them by their very bosses. We have already made a publication and filed a lawsuit against the dismissal. The conciliation hearing will take place on 6th August in Erfurt.

    Now we want to show Giancarlo group with protest rallies in front of their branches that we won‘t put up with that! We also want to inform people from Weimar about the conditions in which immigrant workers have to work in the showpiece restaurants of their showpiece city. Join the protest!

  • Wegen Ausbeutung und Arbeitgeberwillkür: Arbeiterin wehrt sich gegen die Giancarlo Gruppe in Weimar

    Wegen Ausbeutung und Arbeitgeberwillkür: Arbeiterin wehrt sich gegen die Giancarlo Gruppe in Weimar

    Nachdem die Weimarer Restaurantkette ‚Gruppo Giancarlo‘ in der Vergangenheit aufgrund baurechtlicher und veranstaltungsrechtlicher Probleme auffällig war, dringen nun arbeitsrechtliche Missstände ans Tageslicht. Neben den in der Gastronomie üblichen Verstößen u.a. gegen das Arbeitszeitgesetz leben die meist migrantischen Angestellten in extremer Abhängigkeit vom Arbeitsverhältnis und sind so der Willkür der Bosse ausgesetzt. Mehrere portugiesische Arbeiter*innen haben sich jetzt innerhalb der FAU Jena organisiert.

    In einem konkreten Fall wurde eine Angestellte fristlos gefeuert, nachdem sie nach dem ihr zustehenden Trinkgeld gefragt hatte. Die FAU Jena geht nun mit gewerkschaftlichen und juristischen Mitteln gegen die Kündigung vor. Im Zusammenhang damit kommt es am 6. August zur Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Erfurt. Im Zuge der Auseinandersetzung sind weitere Missstände sichtbar geworden.

    Die migrantischen Arbeiter*innen, überwiegend aus Portugal, Rumänien und Polen, werden direkt in ihren Herkunftsländern angeworben und in Wohnungen untergebracht, welche von der Restaurantkette selbst angemietet werden. Mit dem Arbeitsvertrag wird ein einseitiger Mietvertrag mit dem Arbeitgeber unterschrieben und die Miete wird direkt vom Lohn abgezogen. Bei oben genannter Kündigung des Arbeitsverhältnisses ging damit zugleich die Aufforderung einher, die Wohnung innerhalb von vier Tagen zu verlassen. Die Kollegin wurde wegen ihrer legitimen Forderung also im wahrsten Sinne des Wortes unvermittelt auf die Straße gesetzt.

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  • 2nd August in Weimar: Know your rights! Organise!

    2nd August in Weimar: Know your rights! Organise!

    On 2nd August, 2018, as FAU Jena we will hold an information event for immigant workers in Weimar.

    This post appears in the following order: English | Deutsch | Italiano | Español | Português

    [English]

    Know your rights! Organise!

    Workers before us have conquered many rights. But, time and again, our bosses, be it in big comapnies or in small bars and restaurants, try to bypass and undermine them. That‘s why it is so important for us to know what we are – even legally! – entitled to and to claim it. In order to be successful, organising with your colleagues and joining up with a union is a prerequisite.

    These are the rights every worker in Germany enjoys:

    • minimum wage (currently 8,84€ gross per hour)
    • sick pay
    • paid leave
    • resting time
    • supplemental pay for night shift work
    • payment of wages on time
    • self-management of tips
    • and many others.

    It is so-called „mini-jobbers“, immigrants, youth and other underprivileged groups whose rights are regularly violated. For that reason we, the Free Workers Union of Jena, invite all workers, especially foreign workers, to an information event:

    2nd August | Trierer Straße 39, 99423 | open doors from 8 p.m., information event from 10 p.m.

    We can offer translation into the following languages: English, Portuguese, Spanish, Italian, Romanian, Polish.

    FAU Jena is a member-led grassroots trade union, part of the anarcho-syndicalist movement. We have no paid functionaries, we take all decisions together and always position ourselves on the side of workers. Currently, we‘re supporting a worker from Weimar in claiming his outstanding wages from Dal Pescatore. (mehr …)

  • Gefeuert und um Lohn geprellt! Arbeitskampf im Triathlon

    Gefeuert und um Lohn geprellt! Arbeitskampf im Triathlon

    Im Mai und Juni 2018 hat eine Kollegin in knapp zwei Wochen insgesamt 41,5 Stunden beim Triathlon Laden in Jena Ost gearbeitet. Mündlich war zunächst eine Beschäftigung von 20 Wochenstunden für einen Monat vereinbart. Über eine Erhöhung der Wochenstundenzahl sollte nach Ablauf dieses Zeitraumes entschieden werden. Einen schriftlichen Arbeitsvertrag hat die Kollegin während dieser Zeit auch auf Nachfrage nicht erhalten – dieser sollte erst Ende Juni erstellt werden. Nach Ablauf der ersten zwei Wochen wurde die Genossin dann unvermittelt beim Arbeitsantritt darauf hingewiesen, dass sie nicht mehr zu erscheinen bräuchte und wurde für die geleistete Arbeit mit 100 Euro abgespeist. Also mit einem Stundenlohn deutlich unterm Mindestlohn!

    Als FAU haben wir den Chef darauf hingewiesen, dass eine mündliche und fristlose Kündigung rechtswidrig ist, das Arbeitsverhältnis damit weiterhin besteht und weitere Lohnansprüche entstehen. Wir haben zeitgleich eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht Gera eingereicht, welches die Güteverhandlung auf den 20. August 10:20 Uhr festgelegt hat.

    Bisher kam es nur zu einer ablehnenden Reaktion des Arbeitgebers, wonach es angeblich nur ein Praktikum war. Wir werden zeitnah mit gewerkschaftlichen Maßnahmen den Druck weiter erhöhen, um die Rechte der Kollegin durchzusetzen.

  • Die Uni zum Zahlen bringen!

    Die Uni zum Zahlen bringen!

    Immer wieder arbeiten universitäre Hilfskräfte ohne Bezahlung, weil sie es versäumen ihre Folgeverträge rechtzeitig beim Personaldezernat zu unterschreiben. Ein verspätet unterschriebener Vertrag wird auf das Datum der Unterschrift geändert und die Gehaltszahlung verweigert, trotz geleisteter Arbeit. Dieser Missstand ist Folge der unnötig kurzen Befristung ihrer Verträge: Obwohl die Beschäftigung absehbar über einen längeren Zeitraum geht, werden zum Teil Verträge nur über wenige Wochen abgeschlossen. Diese Praxis bringt die Hilfskräfte zudem in eine prekäre Beschäftigungssituation, weil sie bei unangepasstem Verhalten befürchten müssen, ihren Folgevertrag zu riskieren.

    Im Januar wandte sich eine von dieser Vorgehensweise der Uni betroffene studentischen Hilfskraft (SHK) an uns, welche nach erfolglosem Bemühen am Lehrstuhl, nun mit uns gemeinsam ihren Lohn erkämpft hat. Zunächst zeigte die Uni auf unser gewerkschaftliches Forderungsschreiben keine Bereitschaft, den Lohn nach zuzahlen: Daraufhin reichten wir Klage ein woraufhin eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Gera für den 20. Juni 2018 angesetzt wurde. Kurzfristig wurde dieser Termin von der Uni abgesagt und nun doch Einigungsbereitschaft gezeigt. Nach kurzen Verhandlungen wurde eine Einigung erzielt und die Hilfskraft bekommt nun einen Großteil des vorenthaltenden Lohns ausgezahlt.

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