Erneutes „Missverständnis“ in Jenaer Gastronomiebetrieb – Stilbruch verweigert Lohn

Einer studentischen Minijobberin, welche seit Oktober 2017 im Restaurant Stilbruch in der Wagnergasse als Aushilfe angestellt ist, hat nun zum März 2018 eine formelle fristgerechte Kündigung erhalten.

Doch wo liegt das Problem?

Endlich hat sie die Kündigung erhalten, denn was nach einer üblichen Beendigung des Arbeitsverhältnisses klingt, hat langwierige Vorgeschichte: Als die Betroffene im Januar zur Schichtvergabe erschien, nahm sie der Küchenchef beiseite, um mit ihr ein Gespräch unter vier Augen zu führen. Im Gespräch entstand bei der Betroffenen der Eindruck, dass ihre Arbeitskraft in Zukunft „leider“ nicht mehr gebraucht werde – ein Eindruck der sich dadurch bestätigte, dass ihr weder für Januar noch Februar Schichten zugeteilt wurden.

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Uni Jena auf Tarifflucht – Artikel in der Analyse & Kritik

In der aktuellen Ausgabe der Monatszeitung Analyse & Kritik (Nr. 634) ist ein Artikel von uns über unsere Auseinandersetzungen mit der Universität Jena erschienen. Die ausführliche Version – in der Zeitung ist der Artikel leicht gekürzt erschienen – möchten wir euch hiermit auch zur Verfügung stellen.

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Nächster Kneipenabend am Mittwoch 14. Februar

Um uns auch wieder einmal jenseits von Plena, Vorträgen oder sonstigen Veranstaltungen zu sehen, zu unterhalten und einfach eine gute Zeit zu haben, wird es am Mittwoch, den 14. Februar 2018 unseren nächsten gewerkschaftlichen Kneipenabend geben. Und zwar in unserem – ja, immer noch – neuen Gewerkschaftslokal Milly Witkop in der Bachstraße 22 ab 20 Uhr.
Wir freuen uns, wenn ihr vorbei schaut. Bringt gerne alle eure Kolle­g_in­nen, Genoss_innen und natürlich Freund_innen mit – je voller, desto besser!

Inzwischen haben wir auch einige Kisten vom 1312er Pils vom Spent Brewer’s Collective aus Berlin da.

Lohneintreibung beim Zapata durchgesetzt

Im Arbeitskonflikt um ausstehende Lohnansprüche einer ehemaligen Minijobberin aus dem Zapata konnte im Rahmen eines Einigungsgesprächs am 30. Januar 2018 eine Lohnnachzahlung von mehr als einen Monatslohn erzielt werden. Der Konflikt ist damit für uns beendet und die Gastronomie-AG der FAU Jena hat damit ein weiteres Mal erfolgreich die Interessen der prekären Arbeiter_innen in den Jenaer Bars und Kneipen durchgesetzt.

Dabei hat sich wiedereinmal gezeigt, dass ein offensives und öffentliches Handeln schnell zum Erfolg führt, so dass wir nur die ersten Schritte unserer Eskalationsstrategie umsetzen mussten und vor allem auf juristische Mittel  verzichten konnten. Dabei ist entscheidend, dass die Minijobberin nicht allein dastand, sondern sich in der FAU organisiert hat. Erst der Zusammenschluss von mehr Arbeiter_innen in Betriebsgruppen und in Gewerkschaften kann ihre Verhandlungsposition im Betrieb und darüber hinaus stärken – eine Aufgabe, die sich die Gastro-AG für die Jenaer Gastronomie für die Zukunft vorgenommen hat.

„Zapata“ klaut Minijobberin den Lohn

Mitte Oktober wendete sich eine Minijobberin an uns, die Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union Jena (FAU), weil Sie ein dreiviertel Jahr in der Bar „Zapata“ in Jena arbeitete und ihr dort Teile ihres Lohns vorenthalten wurden. Diesen forderten wir gemeinsam in einem Schreiben bei der Geschäftsführung des „Zapata“ ein, worauf bis heute nicht nicht reagiert wurde. Deshalb richten wir uns mit dieser Mitteilung an die Öffentlichkeit, um die arbeitsrechtlichen Missstände vor Ort zu thematisieren. Was schief lief:

Zu Beginn des Arbeitsverhältnisses musste die betroffene Arbeiterin unbezahlte „Probearbeit“ leisten, was rechtswidrig ist. Vor jeder Schicht durften die Arbeiterinnen im „Zapata“ sich und die Bar unbezahlt bis zu eine halbe Stunde lang vorbereiten – ebenfalls unbezahlte Arbeitszeit. Auf den regulären Urlaubsanspruch wurden die Arbeiterinnen nicht hingewiesen und die betroffene Person erhielt trotz Aufforderung keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, der den Umgang mit Urlaubsansprüchen regelt. Die Krone der Frechheit stellen die „Springerdienste“ dar, in denen sich die Arbeiterin nächtelang bereit hielt um gegebenenfalls kurz zu arbeiten. Die ganze Warterei blieb unbezahlt und wurde nicht mal entschädigt.

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It´s Teatime! SCOP-TI auch in Jena

Nach 1336 tägigen Besetzung konnte Unilever eine Teefabrik nahe Marseille abgetrotzt werden. Unter dem Laben SCOP-TI wird inzwischen unter Arbeiter*innenselbstverwaltung wieder produziert. Als neu gegründete Kooperative SCOP-TI produzieren die nun 58 Kooperateur*innen weiterhin Tee unter der Eigenmarke 1336. Darüber hinaus produziert SCOP-TI inzwischen Bio-Tees und arbeitet am Aufbau eigener Handelsbeziehungen, so beziehen sie die Teeblätter aus fairem Handel und Lindenblütentee aus regionaler Produktion. Mit Hilfe der in der union coop // föderation organisierten Betriebe wird der Tee auch nach Deutschland importiert und ist auch in unseren Lokal erhält. Schaut einfach in der Sprechstunde oder anderen Veranstaltungen vorbei.

Weiterhin ist auch der Syndikal für 2018 und der CNT Wein Verano Acrata im Lokal vorrätig.

Grußwort des Landesausschuss‘ der Studentinnen und Studenten der GEW Thüringen zur Eröffnung des Gewerkschaftslokals „Milly Witkop“ der FAU Jena

Liebe Kolleg*innen von der FAU,

aus Anlass der Eröffnung Eures gewerkschaftlichen Treffpunkts senden wir Euch solidarische Grüße und freuen uns über diesen neuen kämpferischen Kondensationspunkt für aktive und aktivistische Politik. Für die anstehenden Projekte, die ihr in eurem Gewerkschaftslokal verwirklichen möchtet, wünschen wir euch viel Kraft, Unterstützung und Erfolg!

Neben den Arbeitskämpfen, die ihr mit den Beschäftigten an der Hochschule und in den Kneipen und Restaurants Jenas bereits führt, hoffen wir dass durch diesen neuen Ort die Vernetzung gewerkschaftlich interessierter Menschen aus ganz Jena befördert wird. Die Thematisierung von prekärer Beschäftigung und dem Zwang zu Lohnarbeit sowie die Kritik an Ausbeutung und den bestehenden Herrschaftsverhältnissen, die sich auch und insbesondere im Lohnarbeitssystem zeigen, sind auch für uns wichtige Grundlagen unserer Arbeit – nach außen und auch nach innen.
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