Prüfungsberatung des StuRa der Uni Jena soll zusammengekürzt und Prüfungsberater gekündigt werden

In der morgigen Sitzung des Studierendenrates der Universität Jena soll ein Antrag behandelt werden, der eine „Umstrukturierung“ der Prüfungsberatung vorsieht. Diese läuft de-facto auf eine Kürzung des Angebots in der Prüfungsberatung und die Entlassung des aktuell beschäftigten Prüfungsberaters hinaus. Diese Maßnahme geht damit nicht nur zu Lasten der StuRa-Beschäftigten, sondern auch der Studierendenschaft insgesamt.

Konkret wird beantragt, die Prüfungsberatung bis 2020 „umzustrukturieren“ und sie künftig von einem freiberuflichen Anwalt durchführen zu lassen. Dieser solle sich einarbeiten und dann sieben Stunden pro Woche eine Sprechstunde anbieten. Im Antrag wird „positiv“ auf den Einspareffekt verwiesen. Der StuRa als Arbeitgeber habe dann keinen Urlaubsanspruch, kein Krankengeld etc. mehr zu bezahlen.

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Wie wenig Respekt verdient eine Hilfskraft an der Uni Jena?

Update vom 14.01.: Bei der Güteverhandlung präsentierte die Uni einen schriftlichen Nachweis, der unserem Kollegen nach Eigenaussage bis dahin unbekannt gewesen war. Damit kann sie ihn vertraglich abgesichert an der ganzen Uni einsetzen. Infolgedessen haben wir den folgenden Beitrag auf Aufforderung der Uni an drei Stellen leicht geändert.

Güterverhandlung 9. Januar 9:40 Uhr Arbeitsgericht Gera Saal 317

Anfang 2018 hatten wir als FAU Jena für eine studentische Hilfskraft bessere Arbeitsbedingungen erkämpft: tarifvertragliche Bedingungen (= mehr Lohn und Urlaub) und Entfristung. Ihm wurde eine Stelle im Internationalen Büro zugewiesen, wo er Daten statistisch ausgewerten sollte. Dies war als Arbeit von zu Hause vereinbart worden. Alles lief wunderbar. Die Arbeit war ansprechend und die Chefin mit den Ergebnissen zufrieden. Dann wurde dem Kollegen ein neuer Arbeitsort in der universitären Bibliothek (Thulb) zugewiesen. Damit erhielt er auch einen geringeren Lohn als zuvor.

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Lehrbeauftragte an Thüringer Hochschulen

Als Bildungssektion der FAU Jena wollen wir auf folgende Veranstaltung aufmerksam machen, welche die GEW und Lehrbeauftragten-Initiative in Thüringen für den 11. Dezember organisiert haben. Wir werden da sein und laden Alle ein, sich an der Diskussion zu beteiligen!

Vortrag: Die Situation der Lehrbeauftragten an den Thüringer Hochschulen

Mit: Marko Hennhöfer (GEW, Leiter des Referats Hochschule und Forschung)

Ort und Zeit: 11.12.18, 18-20 Uhr, Seminarraum 029, UHG, Fürstengraben 1, 07743 Jena

Lehrbeauftragte sind an allen Fachbereichen und an allen Instituten der Friedrich-Schiller-Universität Jena tätig. Sie übernehmen insgesamt bis zu 11% des Lehrvolumens und werden – mit dem neuen Thüringer Hochschulgesetz auch offiziell – nicht nur für ergänzende Zusatzangebote sondern auch für die Sicherung der grundständigen Lehre eingesetzt. Und das zu überaus prekären Bedingungen: Lehrbeauftragte sind deutlich schlechter entlohnt als ihre festangestellten Kolleg_innen, sie sind grundsätzlich für ein Semester befristet und werden auch nicht durch den Personalrat vertreten.

Marko Hennhöfer wird in seinem Vortrag eine aktuelle Studie der GEW zur Situation der Lehrbeauftragten an den Thüringer Hochschulen vorstellen Im Anschluss daran wird es die Möglichkeit geben, gemeinsam zu diskutieren, wie die Arbeitsbedingungen der Lehrbeauftragten an der FSU verbessert werden können.

Bericht über die Konferenz von Basisgewerkschaften und -initiativen aus dem Bildungssektor

Abschlussbild der Konferenz – in Solidarität mit dem Arbeitskampf am Anne-Frank-Zentrum in Berlin

Am 17. und 18. November fand in Jena die Konferenz „Akademikerin auf Abruf“ zu Arbeit und Organisierung in der Bildung statt. Verschiedene Initiativen waren der Einladung der Bildungssektion der FAU Jena gefolgt und tauschten sich über das Wochenende über Probleme und Strategien in der Organisierung von Bildungsarbeiter*innen an Universitäten und in Bildungsträgern aus. Am Ende einigten sie sich auf eine Fortführung des Austausches und die Wiederholung der Konferenz im nächsten Jahr.

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Prüfungsberatung des StuRa der Uni Jena ist gefährdet

Den Beschäftigten des StuRa der FSU Jena wird nicht nur seit Monaten eine gesetzlich vorgeschrieben Lohnerhöhung vorenthalten. Mittlerweile scheinen die zwei Prüfungsberatungsstellen in ihrer Existenz grundlegend gefährdet. Als Bildungssektion der FAU Jena fordern wir neben der unverzüglichen Lohnanpassung deswegen eine Garantie für den Erhalt und den Ausbau der Prüfungsberatung.

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Akademikerin auf Abruf – Konferenz zu Arbeit in der Bildung am 17. und 18. November 2018 in Jena

Als Bildungssektion der FAU Jena veranstalten wir am 17. und 18. November 2018 unter dem Titel „Akademikerin auf Abruf“ eine bundesweite basisgewerkschaftliche Konferenz zu Arbeit und gewerkschaftliche Organisierung in der Bildung. Dazu haben wir Basisinitiativen aus verschiedenen Städten Deutschlands, aus Polen und aus Frankreich eingeladen. Ihr findet ab sofort die Einladung, das Programm und weitere Informationen hier.

Auch wenn das Programm bereits steht und ihr nicht eingeplant seid, seid ihr herzlich eingeladen, nach Jena zu kommen, euch während der Konferenz vorzustellen und euch an den Diskussionen zu beteiligen.

Falls ihr nicht kommen könnt, bitten wir euch, uns Informationsmaterialien und Broschüren zuzuschicken, damit wir die während der Konferenz auslegen können.

Wer uns vor und während der Konferenz praktisch und finanziell unterstützen möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir freuen uns weiterhin über jegliche Anmerkungen und Kritik!

Die Uni zum Zahlen bringen!

Immer wieder arbeiten universitäre Hilfskräfte ohne Bezahlung, weil sie es versäumen ihre Folgeverträge rechtzeitig beim Personaldezernat zu unterschreiben. Ein verspätet unterschriebener Vertrag wird auf das Datum der Unterschrift geändert und die Gehaltszahlung verweigert, trotz geleisteter Arbeit. Dieser Missstand ist Folge der unnötig kurzen Befristung ihrer Verträge: Obwohl die Beschäftigung absehbar über einen längeren Zeitraum geht, werden zum Teil Verträge nur über wenige Wochen abgeschlossen. Diese Praxis bringt die Hilfskräfte zudem in eine prekäre Beschäftigungssituation, weil sie bei unangepasstem Verhalten befürchten müssen, ihren Folgevertrag zu riskieren.

Im Januar wandte sich eine von dieser Vorgehensweise der Uni betroffene studentischen Hilfskraft (SHK) an uns, welche nach erfolglosem Bemühen am Lehrstuhl, nun mit uns gemeinsam ihren Lohn erkämpft hat. Zunächst zeigte die Uni auf unser gewerkschaftliches Forderungsschreiben keine Bereitschaft, den Lohn nach zuzahlen: Daraufhin reichten wir Klage ein woraufhin eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Gera für den 20. Juni 2018 angesetzt wurde. Kurzfristig wurde dieser Termin von der Uni abgesagt und nun doch Einigungsbereitschaft gezeigt. Nach kurzen Verhandlungen wurde eine Einigung erzielt und die Hilfskraft bekommt nun einen Großteil des vorenthaltenden Lohns ausgezahlt.

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Unbezahlte Arbeit an der Uni – Aufruf zur Prozessbegleitung

+++ Güteverhandlung abgesagt – Uni bietet Einigung an +++

Im Fall der unbezahlten Studentischen Hilfskraft (SHK) steht am kommenden Mittwoch, den 20. Juni um 10:45 Uhr, die Güteverhandlung am Arbeitsgericht Gera an. Im der Güteverhandlung werden, ganz sozialpartnerschaftlich, beide Seiten unter Vorsitz eines Richters zusammen gebracht, um eine gütlichen Lösung der Konfliktes zu finden. Unsere Lösung kann natürlich nur sein, dass die SHK ihren Lohn bekommt!

Wir rufen zur Unterstützung der SHK auf – auch um die unzähligen individuellen Arbeitskonflikte in die Öffentlichkeit zu zerren – und fahren gemeinsam zum Prozess nach Gera. Treffpunkt ist Jena Westbahnhof 9:20 Uhr auf Gleis 2.

ThürHG – neoliberale Konfliktverwaltung statt tatsächlicher Änderung von Machtverhältnissen

Statement der Bildungssektion der FAU Jena zum neuen Thüringer Hochschulgesetz

Am 27. April 2018 hat der Thüringer Landtag nach über zweijähriger Diskussion das neue Thüringer Hochschulgesetz verabschiedet. Das Gesetz spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an den Hochschulen. Entsprechend wollen wir uns im Folgenden kritisch mit dessen Novellierung auseinandersetzen. Während einige Veränderungen als Fortschritt gesehen werden können, bleibt es insgesamt hinter dem Forder- und Machbaren zurück und wird für gewerkschaftliche und andere Kämpfe an den Thüringer Hochschulen kaum bessere Bedingungen schaffen.

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Unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

Wie eine Regelung des Personaldezernats Arbeitsrechte aushebelt

Wenn die Uni unsere Arbeit nicht bezahlt…

Eine Regelung für die Einstellung oder Weiterbeschäftigung von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften sieht folgendes vor: Vom Institut beauftragte Tätigkeiten, die vor einem Unterschreiben des Arbeitsvertrags beim Personaldezernat von der Hilfskraft geleistet wurden, werden nicht vergütet. Unterschreibt eine Hilfskraft ihren Vertrag zur Weiterbeschäftigung am Institut beim Personaldezernat nicht rechtzeitig, wird der ursprünglich vorgesehene Vertragsbeginn auf den späteren Zeitpunkt (d.h. den Tag der Unterschrift) datiert. Bis zu diesem Zeitpunkt bereits geleitstete Arbeit wird nicht bezahlt. Zahlreiche Hilfskräfte versäumen es im Laufe ihrer Beschäftigung, einen Folgevertrag rechtzeitig zu unterschreiben, woraufhin verrichtete Tätigkeiten unbezahlt bleiben.

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