Akademikerin auf Abruf – Konferenz zu Arbeit in der Bildung am 17. und 18. November 2018 in Jena

 

Als Bildungssektion der FAU Jena veranstalten wir am 17. und 18. November 2018 unter dem Titel „Akademikerin auf Abruf“ eine bundesweite basisgewerkschaftliche Konferenz zu Arbeit und gewerkschaftliche Organisierung in der Bildung. Dazu haben wir Basisinitiativen aus verschiedenen Städten Deutschlands, aus Polen und aus Frankreich eingeladen. Ihr findet ab sofort die Einladung, das Programm und weitere Informationen hier.

Auch wenn das Programm bereits steht und ihr nicht eingeplant seid, seid ihr herzlich eingeladen, nach Jena zu kommen, euch während der Konferenz vorzustellen und euch an den Diskussionen zu beteiligen.

Falls ihr nicht kommen könnt, bitten wir euch, uns Informationsmaterialien und Broschüren zuzuschicken, damit wir die während der Konferenz auslegen können.

Wer uns vor und während der Konferenz praktisch und finanziell unterstützen möchte, kann gerne mit uns Kontakt aufnehmen.

Wir freuen uns weiterhin über jegliche Anmerkungen und Kritik!

Die Uni zum Zahlen bringen!

Immer wieder arbeiten universitäre Hilfskräfte ohne Bezahlung, weil sie es versäumen ihre Folgeverträge rechtzeitig beim Personaldezernat zu unterschreiben. Ein verspätet unterschriebener Vertrag wird auf das Datum der Unterschrift geändert und die Gehaltszahlung verweigert, trotz geleisteter Arbeit. Dieser Missstand ist Folge der unnötig kurzen Befristung ihrer Verträge: Obwohl die Beschäftigung absehbar über einen längeren Zeitraum geht, werden zum Teil Verträge nur über wenige Wochen abgeschlossen. Diese Praxis bringt die Hilfskräfte zudem in eine prekäre Beschäftigungssituation, weil sie bei unangepasstem Verhalten befürchten müssen, ihren Folgevertrag zu riskieren.

Im Januar wandte sich eine von dieser Vorgehensweise der Uni betroffene studentischen Hilfskraft (SHK) an uns, welche nach erfolglosem Bemühen am Lehrstuhl, nun mit uns gemeinsam ihren Lohn erkämpft hat. Zunächst zeigte die Uni auf unser gewerkschaftliches Forderungsschreiben keine Bereitschaft, den Lohn nach zuzahlen: Daraufhin reichten wir Klage ein woraufhin eine Güteverhandlung vor dem Arbeitsgericht Gera für den 20. Juni 2018 angesetzt wurde. Kurzfristig wurde dieser Termin von der Uni abgesagt und nun doch Einigungsbereitschaft gezeigt. Nach kurzen Verhandlungen wurde eine Einigung erzielt und die Hilfskraft bekommt nun einen Großteil des vorenthaltenden Lohns ausgezahlt.

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Unbezahlte Arbeit an der Uni – Aufruf zur Prozessbegleitung

+++ Güteverhandlung abgesagt – Uni bietet Einigung an +++

Im Fall der unbezahlten Studentischen Hilfskraft (SHK) steht am kommenden Mittwoch, den 20. Juni um 10:45 Uhr, die Güteverhandlung am Arbeitsgericht Gera an. Im der Güteverhandlung werden, ganz sozialpartnerschaftlich, beide Seiten unter Vorsitz eines Richters zusammen gebracht, um eine gütlichen Lösung der Konfliktes zu finden. Unsere Lösung kann natürlich nur sein, dass die SHK ihren Lohn bekommt!

Wir rufen zur Unterstützung der SHK auf – auch um die unzähligen individuellen Arbeitskonflikte in die Öffentlichkeit zu zerren – und fahren gemeinsam zum Prozess nach Gera. Treffpunkt ist Jena Westbahnhof 9:20 Uhr auf Gleis 2.

ThürHG – neoliberale Konfliktverwaltung statt tatsächlicher Änderung von Machtverhältnissen

Statement der Bildungssektion der FAU Jena zum neuen Thüringer Hochschulgesetz

Am 27. April 2018 hat der Thüringer Landtag nach über zweijähriger Diskussion das neue Thüringer Hochschulgesetz verabschiedet. Das Gesetz spielt eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Arbeits- und Studienbedingungen an den Hochschulen. Entsprechend wollen wir uns im Folgenden kritisch mit dessen Novellierung auseinandersetzen. Während einige Veränderungen als Fortschritt gesehen werden können, bleibt es insgesamt hinter dem Forder- und Machbaren zurück und wird für gewerkschaftliche und andere Kämpfe an den Thüringer Hochschulen kaum bessere Bedingungen schaffen.

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Unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

Wie eine Regelung des Personaldezernats Arbeitsrechte aushebelt

Wenn die Uni unsere Arbeit nicht bezahlt…

Eine Regelung für die Einstellung oder Weiterbeschäftigung von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften sieht folgendes vor: Vom Institut beauftragte Tätigkeiten, die vor einem Unterschreiben des Arbeitsvertrags beim Personaldezernat von der Hilfskraft geleistet wurden, werden nicht vergütet. Unterschreibt eine Hilfskraft ihren Vertrag zur Weiterbeschäftigung am Institut beim Personaldezernat nicht rechtzeitig, wird der ursprünglich vorgesehene Vertragsbeginn auf den späteren Zeitpunkt (d.h. den Tag der Unterschrift) datiert. Bis zu diesem Zeitpunkt bereits geleitstete Arbeit wird nicht bezahlt. Zahlreiche Hilfskräfte versäumen es im Laufe ihrer Beschäftigung, einen Folgevertrag rechtzeitig zu unterschreiben, woraufhin verrichtete Tätigkeiten unbezahlt bleiben.

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Gewerkschaftliche Perspektiven auf Honorararbeit und universitäre Lehraufträge

12. Mai | 11:00 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena

Honorakräfte gibt es in den unterschiedlichsten Sektoren. Sie arbeiten als freiberufliche Journalist_innen, Designer_innen, Clickworker für IT-Unternehmen, geben Deutschkurse, unterichten an Universitäten, Volkshochschulen oder bei freien Bildungsträgern. Allein im Weiterbildungsbereich sind in Deutschland etwa 650.000 Dozent_innen tätig. Und das zu überaus prekären Bedingungen: sie sind befristet, verfügen über keine Urlaubsansprüche, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, müssen für die Beiträge zur Sozialversicherung allein aufkommen, und sind zumeist auch schlechter entlohnt als ihre festangestellten Kolleg_innen.

In der Veranstaltung wollen wir über die Situation von Honorarkräften und Lehrbeauftragten informieren, aber auch unsere Erfahrungen austauschen, unsere Isolation überwinden und die Möglichkeiten einer Vernetzung und gemeinsamen Gegenwehr gegen diese Verhältnisse ausloten.

Für Kinderbetreuung vor Ort, Getränke, Kaffee und Snacks ist gesorgt.

Bildungssektion der FAU Jena

Lohnnachzahlungen bis zum vierstelligen Bereich für mehrere studentische Hilfskräfte

An vielen Arbeitsorten der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena wurden und werden studentische Hilfskräfte missbräuchlich eingesetzt, um tariflich bezahlte Stellen zu ersetzen. Für inzwischen insgesamt fünf studentische Hilfskräfte konnte die Bildungssektion der FAU Jena in den letzten Monaten die Nachzahlung des Tariflohns durchsetzen.

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Feier anlässlich der Veröffentlichung unserer Betriebszeitung an der Uni Jena

Freitag, 30. März 2018, 18 Uhr im FAU-Lokal in der Bachstraße 22

Zum Sommersemester 2018 veröffentlichen wir als Bildungssektion der FAU Jena die erste Ausgabe unserer Betriebszeitung an der Uni Jena „Uni von Unten“. Wir laden Alle herzlich ein, mit uns anzustoßen (wir stellen zwei Flaschen Rotwein von einem gewerkschaftlichen Kollektivbetrieb aus Spanien) und sich ihr Exemplar der Zeitung zu sichern! Ansonsten findet ihr die Zeitung in den nächsten Wochen überall an der Uni.

Update: Inzwischen könnt ihr unsere Betriebszeitung „Uni von Unten“ auch einfach als pdf (1,8 MB) herunterladen..

Immer wieder unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

CC BY-SA 3.0

Da die meisten studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte kettenbefristet sind, passiert es regelmäßig, dass Folgeverträge mit einigen Tagen oder Wochen Verspätung unterzeichnet werden. Trotz geleisteter Arbeit will die Uni den betroffenen Beschäftigten für die Zeit bis zur Unterzeichnung keinen Lohn zahlen. Als Bildungssektion der FAU Jena fordern wir nun für eine Kollegin den verlorenen Lohn ein und laden alle Kolleg_innen mit demselben Problem ein, mit uns in Kontakt zu kommen und den ihnen zustehenden Lohn durchzusetzen.

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Die FAU lässt sich von der Personalversammlung der Uni Jena nicht ausladen!

Am 13. Februar 2018 wurden wir als FAU nach einer entsprechenden Anfrage vom Personalrat der Uni Jena von der Personalversammlung ausgeschlossen. Die Begründung war, dass wir keine „richtige“ Gewerkschaft seien. Damit wurde uns ein grundlegendes gewerkschaftliches Recht verwehrt. Wir lassen das jedoch nicht so einfach mit uns machen und haben vor der Vollversammlung vom 22. Februar 2018 weit über 300 Flugblätter an alle Angestellten verteilt, die zur Personalversammlung gekommen sind. Darin informieren wir über unsere Tätigkeiten und laden dazu ein, sich zu organisieren und bei uns mitzumachen.

Im Folgenden dokumentieren wir den Text des Flugblatts:

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