Unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

Wie eine Regelung des Personaldezernats Arbeitsrechte aushebelt

Wenn die Uni unsere Arbeit nicht bezahlt…

Eine Regelung für die Einstellung oder Weiterbeschäftigung von studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräften sieht folgendes vor: Vom Institut beauftragte Tätigkeiten, die vor einem Unterschreiben des Arbeitsvertrags beim Personaldezernat von der Hilfskraft geleistet wurden, werden nicht vergütet. Unterschreibt eine Hilfskraft ihren Vertrag zur Weiterbeschäftigung am Institut beim Personaldezernat nicht rechtzeitig, wird der ursprünglich vorgesehene Vertragsbeginn auf den späteren Zeitpunkt (d.h. den Tag der Unterschrift) datiert. Bis zu diesem Zeitpunkt bereits geleitstete Arbeit wird nicht bezahlt. Zahlreiche Hilfskräfte versäumen es im Laufe ihrer Beschäftigung, einen Folgevertrag rechtzeitig zu unterschreiben, woraufhin verrichtete Tätigkeiten unbezahlt bleiben.

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Gewerkschaftliche Perspektiven auf Honorararbeit und universitäre Lehraufträge

12. Mai | 11:00 Uhr | Großer Saal im Haus auf der Mauer am Johannisplatz 26, 07743 Jena

Honorakräfte gibt es in den unterschiedlichsten Sektoren. Sie arbeiten als freiberufliche Journalist_innen, Designer_innen, Clickworker für IT-Unternehmen, geben Deutschkurse, unterichten an Universitäten, Volkshochschulen oder bei freien Bildungsträgern. Allein im Weiterbildungsbereich sind in Deutschland etwa 650.000 Dozent_innen tätig. Und das zu überaus prekären Bedingungen: sie sind befristet, verfügen über keine Urlaubsansprüche, keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, müssen für die Beiträge zur Sozialversicherung allein aufkommen, und sind zumeist auch schlechter entlohnt als ihre festangestellten Kolleg_innen.

In der Veranstaltung wollen wir über die Situation von Honorarkräften und Lehrbeauftragten informieren, aber auch unsere Erfahrungen austauschen, unsere Isolation überwinden und die Möglichkeiten einer Vernetzung und gemeinsamen Gegenwehr gegen diese Verhältnisse ausloten.

Für Kinderbetreuung vor Ort, Getränke, Kaffee und Snacks ist gesorgt.

Bildungssektion der FAU Jena

Lohnnachzahlungen bis zum vierstelligen Bereich für mehrere studentische Hilfskräfte

An vielen Arbeitsorten der Friedrich-Schiller-Universität (FSU) Jena wurden und werden studentische Hilfskräfte missbräuchlich eingesetzt, um tariflich bezahlte Stellen zu ersetzen. Für inzwischen insgesamt fünf studentische Hilfskräfte konnte die Bildungssektion der FAU Jena in den letzten Monaten die Nachzahlung des Tariflohns durchsetzen.

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Feier anlässlich der Veröffentlichung unserer Betriebszeitung an der Uni Jena

Freitag, 30. März 2018, 18 Uhr im FAU-Lokal in der Bachstraße 22

Zum Sommersemester 2018 veröffentlichen wir als Bildungssektion der FAU Jena die erste Ausgabe unserer Betriebszeitung an der Uni Jena „Uni von Unten“. Wir laden Alle herzlich ein, mit uns anzustoßen (wir stellen zwei Flaschen Rotwein von einem gewerkschaftlichen Kollektivbetrieb aus Spanien) und sich ihr Exemplar der Zeitung zu sichern! Ansonsten findet ihr die Zeitung in den nächsten Wochen überall an der Uni.

Update: Inzwischen könnt ihr unsere Betriebszeitung „Uni von Unten“ auch einfach als pdf (1,8 MB) herunterladen..

Immer wieder unbezahlte Arbeit an der Universität Jena

CC BY-SA 3.0

Da die meisten studentischen und wissenschaftlichen Hilfskräfte kettenbefristet sind, passiert es regelmäßig, dass Folgeverträge mit einigen Tagen oder Wochen Verspätung unterzeichnet werden. Trotz geleisteter Arbeit will die Uni den betroffenen Beschäftigten für die Zeit bis zur Unterzeichnung keinen Lohn zahlen. Als Bildungssektion der FAU Jena fordern wir nun für eine Kollegin den verlorenen Lohn ein und laden alle Kolleg_innen mit demselben Problem ein, mit uns in Kontakt zu kommen und den ihnen zustehenden Lohn durchzusetzen.

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Die FAU lässt sich von der Personalversammlung der Uni Jena nicht ausladen!

Am 13. Februar 2018 wurden wir als FAU nach einer entsprechenden Anfrage vom Personalrat der Uni Jena von der Personalversammlung ausgeschlossen. Die Begründung war, dass wir keine „richtige“ Gewerkschaft seien. Damit wurde uns ein grundlegendes gewerkschaftliches Recht verwehrt. Wir lassen das jedoch nicht so einfach mit uns machen und haben vor der Vollversammlung vom 22. Februar 2018 weit über 300 Flugblätter an alle Angestellten verteilt, die zur Personalversammlung gekommen sind. Darin informieren wir über unsere Tätigkeiten und laden dazu ein, sich zu organisieren und bei uns mitzumachen.

Im Folgenden dokumentieren wir den Text des Flugblatts:

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Uni Jena auf Tarifflucht – Artikel in der Analyse & Kritik

In der aktuellen Ausgabe der Monatszeitung Analyse & Kritik (Nr. 634) ist ein Artikel von uns über unsere Auseinandersetzungen mit der Universität Jena erschienen. Die ausführliche Version – in der Zeitung ist der Artikel leicht gekürzt erschienen – möchten wir euch hiermit auch zur Verfügung stellen.

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Erfurter Herrenberg: Als Schulsozialarbeiter unter Beschuss von Neonazis und Arbeitgebern

Veranstaltung der FAU Jena und von Break Isolation

in Jena: 24. Januar, 19:00, FAU-Gewerkschaftslokal „Milly Witkop“ in der Bachstraße 22, 07743 Jena

in Erfurt: 25. Januar, 19:00, im veto in der Magdeburger Allee 180, 99086 Erfurt

Mitte 2017 wurde ein Schulsozialarbeiter von der Gemeinschaftsschule am großen Herrenberg in Erfurt von seinem Trägerverein Perspektiv e.V. gekündigt, weil er gegen die Neonazi-Gewalt an der Schule aufgestanden war. In den folgenden Monaten unterstützte ihn die FAU Jena gegen seinen Arbeitgeber, während das Break Isolation Netzwerk darauf aufmerksam machte, wie Neonazis an der Schule und im Stadtteil von der Stadtgesellschaft und den Institutionen toleriert ihren Terror verbreiten.

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Studierendenrat (StuRa) der Uni Jena verweigert Prüfungsberater_innen Tariflohn

+++ Stura der Uni Jena unterwandert Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder und bricht damit eigenen Grundsatzbeschluss +++ Bildungssektion der FAU Jena fordert StuRa zur Zahlung nach Tarif auf +++ Weitreichender Konsens über Bezahlung der Prüfungsberater_innen nach Tarif +++

Der Studierendenrat (StuRa) der Friedrich-Schiller-Universtität (FSU) Jena beschäftigt zwei Prüfungsberater_innen, die in den letzten Jahren Tausende Studierende in Prüfungsfragen beraten haben. Diese Tätigkeit setzt eine weitreichende Menschen-, Sach- und Rechtskenntnis voraus. Diese Tätigkeit wird vom StuRa offenbar nicht geschätzt: Seit Jahren ist der Stundenlohn der Prüfungsberater_innen nicht angehoben worden und wurde so langsam von der Inflation zerfressen, weshalb das Entgeltniveau mittlerweile 15% unter dem zu Vertragsbeginn liegt.

Seit Jahren und zuletzt seit Juni 2017 hat sich einer der Prüfungsberater_innen deswegen um einen Inflationsausgleich bemüht, der vom StuRa aber nie beschlossen wurde. Seit September 2017 fordert er für sich und seine Kollegin nun die Entlohnung und Eingruppierung entsprechend dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

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Treffen für alle Angstellten und Honorarkräfte bei Jenakultur

Montag, 11. Dezember 2017, 11 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal in der Bachstraße 22

Vor einigen Monaten haben Honorarkräfte der Musik- und Kunstschule Jena, getragen von Jenakultur, und Kolleg_innen der Bildungssektion der FAU Berlin eine AG zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen bei Jenakultur gebildet. Um unsere Initiative zu verbreiten, haben wir in den letzten Wochen Kolleg_innen und Eltern zu einem offenen Treffen eingeladen, zuletzt mit über 200 Flugblättern beim Adventskonzert der Musikschule im Volksbad. Das Treffen wird am 11. Dezember um 11 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal in Jena stattfinden. Alle Eltern, Honorarkräfte und Festangestellte der Jenakultur-Betriebe, v.a. der Musik- und Kunstschule und der Volkshochschule, sind zu dem Treffen eingeladen.

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