Aktivitäten am 1. Mai

Weltweit gehen am ersten Mai Menschen auf die Straße, um für die Verbesserungen ihre Arbeitsverhältnisse zu protestieren. Zumindest in Deutschland sind dabei die Zeiten vorbei, wo wirklich gekämpft wird. Nichtsdestotrotz halten wir es für wichtig am 1. Mai Präsenz zu zeigen und auch an die Ursprünge des „Internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse“ zu erinnern, sprich an die Haymarket Riots in Chicago im Nachgang eines Generalstreiks für den 8 Stundentag und der darauf folgenden Repressionswelle gegen die überwiegend anarchistischen Streikführer mit insgesamt sieben Todesurteilen (davon drei vollstreckt).

Neben der Unterstützung des Aufrufes zum Global May Day ist die FAU Jena mit mehreren Infotischen präsent:

10 – 13 Uhr: Kundgebung des DGB auf den Johannisplatz (Jena)

ab 17 Uhr: Libertas Subcultura in Hermsdorf

Außerdem wird unsere Stadtsektion Plauen einen Infotisch bei den Gegenprotesten zum Dritten Weg Aufmarsch in Plauen und unsere Bundesföderation hat wieder eine Ausgabe der Direkten Aktion zum 1. Mai erstellt, welche ihr an unseren Infostände, in unseren Lokal oder auch bei den Protesten gegen die AfD in Erfurt am 1. Mai erhalten könnt.

 

FAU Jena schließt sich Global May Day 2019 Aufruf an

Der 1. Mai wirft seine Schatten voraus. Entsprechend haben wir auf unserer gestrigen Vollversammlung beschlossen uns den folgenden Aufruf zum Global May Day 2019 anzuschließen.

Global May Day 2019

– 1. Mai 2019 –

Jedes Jahr finden zum 1. Mai weltweit zahlreiche Proteste und Streiks statt, um den Tag der Arbeiter*innenbewegung zu würdigen. Mit diesem Aufruf, der von einigen Syndikaten der Basisgewerkschaften FAU (Freie Arbeiter*innen-Union) und IWW (Industrial Workers of the World) initiiert wurde, wollen wir Basisgruppen, Gewerkschaften und Initiativen weltweit dazu animieren, ihre 1. Mai Aktionen miteinander zu verbinden, um dem Kampf dadurch sichtbar eine transnationale Dimension zu verleihen.

Wir, Lohnabhängige und Studierende, werden gemeinsam solidarisch zusammenstehen, da wir unabhängig von unserem Wohnort in demselben Kampf gegen gewinnorientierte Interessen eingebunden sind. Kürzungen sozialer Dienstleistungen in öffentlichen Haushalten, Outsourcing, das Drücken von Löhnen, Privatisierungen, ansteigende Lebenshaltungskosten sowie Studiengebühren sind nur einige Symptome, die im direkten Zusammenhang mit dem globalen Wirtschaftssystem stehen. Ein System welches auf Ausbeutung und Wettbewerb basiert und die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche vorantreibt.

Der stetig zunehmende Leistungsdruck macht uns krank, sei es am Arbeitsplatz, in der (Hoch-)Schule und leider auch im wachsenden Maße während der Kindheit und Jugend. Die Mechanismen der Marktwirtschaft und die damit einhergehenden nationalstaatlichen Strukturen führen dazu, dass die Anpassung an das Diktat der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Mehrwertproduktion priorisiert, anstatt dass emanzipatorische Fähigkeiten gefördert werden.

Wir wollen dieses System nicht nur stören, sondern streben an, es zu überwinden.

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Bericht über die Konferenz von Basisgewerkschaften und -initiativen aus dem Bildungssektor

Abschlussbild der Konferenz – in Solidarität mit dem Arbeitskampf am Anne-Frank-Zentrum in Berlin

Am 17. und 18. November fand in Jena die Konferenz „Akademikerin auf Abruf“ zu Arbeit und Organisierung in der Bildung statt. Verschiedene Initiativen waren der Einladung der Bildungssektion der FAU Jena gefolgt und tauschten sich über das Wochenende über Probleme und Strategien in der Organisierung von Bildungsarbeiter*innen an Universitäten und in Bildungsträgern aus. Am Ende einigten sie sich auf eine Fortführung des Austausches und die Wiederholung der Konferenz im nächsten Jahr.

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Solidarität muss praktisch werden

Seit 2012 befindet sich die Fabrik von Vio.Me in Thessaloniki (Griechenland) in der Hand ihrer Arbeiter*innen. Nach dem Bankrott des Unternehmens wurde die Fabrik besetzt und einiger Zeit später nahmen die Arbeiter*innen die Produktion ohne Chef in Eigenregie wieder auf. Zudem wurde die Produktion von chemischen Baustoffen auf biologische Reinigungsmittel umgestellt – bereits 2015 haben wir ihre Seife nach Jena impotiert. Sechs Jahre später hat sich die Situation wenig geändert. Die Fabrik ist nach wie vor besetzt und die Arbeiter*innen produzieren in Selbstverwaltung weiter.

Allerdings wurde der Vertrieb professionalisiert. Inzwischen kann über die Union-Coop aus Berlin das gesamte Sortiment von Vio.Me bestellt werden. Grund genug auch unsere Putzutensilien im Gewerkschaftslokal auf Vi.Me umzustellen und den Vertrieb der Seifen wieder aufzunehmen. Ihr könnt diese während unserer Öffnungszeiten bekommen.

Außerdem haben wir auch eine neue Lieferung des Olivenöl von Becollective auf Kreta bekommen und auch haben wir noch Kräutertee von SCOP-Ti vorrätig.

It´s Teatime! SCOP-TI auch in Jena

Nach 1336 tägigen Besetzung konnte Unilever eine Teefabrik nahe Marseille abgetrotzt werden. Unter dem Laben SCOP-TI wird inzwischen unter Arbeiter*innenselbstverwaltung wieder produziert. Als neu gegründete Kooperative SCOP-TI produzieren die nun 58 Kooperateur*innen weiterhin Tee unter der Eigenmarke 1336. Darüber hinaus produziert SCOP-TI inzwischen Bio-Tees und arbeitet am Aufbau eigener Handelsbeziehungen, so beziehen sie die Teeblätter aus fairem Handel und Lindenblütentee aus regionaler Produktion. Mit Hilfe der in der union coop // föderation organisierten Betriebe wird der Tee auch nach Deutschland importiert und ist auch in unseren Lokal erhält. Schaut einfach in der Sprechstunde oder anderen Veranstaltungen vorbei.

Weiterhin ist auch der Syndikal für 2018 und der CNT Wein Verano Acrata im Lokal vorrätig.

Unterstützt den Amazon-Streik und die Arbeiter_innenkämpfe in der Logistik!

In der laufenden Woche vom 20. bis 26. November 2017 findet in ganz Europa eine Aktionswoche innerhalb und außerhalb der Warenlager und Logistikzentren von Amazon statt. Höhepunkt stellt der Black Friday, Amazons internationaler Schnäppchen-Tag, am Freitag, den 24. November dar. An dem Tag finden Streiks der Arbeiter_innen und größere Kundgebungen vor Logistikzentren in Berlin und Leipzig statt. Es kursieren auch Aufrufe zu Blockadeaktion in Berlin.

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