Die FAU Jena unterstützt das Bürgerbegehren zur Rekommunalisierung von JenaWohnen als Schritt zur kämpferischen Mietergewerkschaft

Die Initiative für soziales Wohnen Jena bereitet derzeit ein Bürgerbegehren zur Rekommunalisierung von JenaWohnen vor. Das größte Wohnungsunternehmen der Stadt soll dementsprechend von der Stadt zurückgekauft und unter kommunale Kontrolle gestellt werden. Weiterhin will die Initiative Mieterräte durchsetzen, über welche die Mieter*innen Entscheidungen innerhalb der Wohnungsgesellschaft mitbeeinflussen können.

Als FAU Jena unterstützen wir diese Forderungen und werden uns aktiv in die Kampagne zur Rekommunalisierung, d.h. auch in das Bürgerbegehren, einbringen. Wir sehen in der kombinierten Forderung nach Rekommunalisierung und Mieterräten einen praktischen Schritt dahingehend, unseren Wohnraum aus dem Einflussbereich des Immobilienkapitals in die Verwaltung durch die Bewohner*innen selbst zu überführen.

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3.7. – Aktion für mehr Personal am UKJ

Im Rahmen der gewerkschaftlichen Kampagne für mehr Personal am Universitätsklinikum Jena (UKJ) wird morgen, am Mittwoch, 3.7., ab 16:30 auf dem Markt eine Aktion stattfinden. Neben der Übergabe einer Petition der Beschäftigten soll es Redebeiträge aus dem Bündnis und eine Pressekonferenz geben. Wir rufen die Mitglieder der FAU Jena und alle Interessierten dazu auf, an der Aktion teilzunehmen und so unsere Solidarität mit dem Kampf der Arbeiter*innen vom UKJ zu zeigen. Dieser Kampf ist sowohl für die Arbeiter*innen selbst als auch für uns alle, die wir als Patient*innen ins UKJ gehen, von großer Bedeutung!

Sekretär für gewerkschaftliche Aktion der FAU Jena

Aktivitäten am 1. Mai

Weltweit gehen am ersten Mai Menschen auf die Straße, um für die Verbesserungen ihre Arbeitsverhältnisse zu protestieren. Zumindest in Deutschland sind dabei die Zeiten vorbei, wo wirklich gekämpft wird. Nichtsdestotrotz halten wir es für wichtig am 1. Mai Präsenz zu zeigen und auch an die Ursprünge des „Internationalen Kampftag der Arbeiter*innenklasse“ zu erinnern, sprich an die Haymarket Riots in Chicago im Nachgang eines Generalstreiks für den 8 Stundentag und der darauf folgenden Repressionswelle gegen die überwiegend anarchistischen Streikführer mit insgesamt sieben Todesurteilen (davon drei vollstreckt).

Neben der Unterstützung des Aufrufes zum Global May Day ist die FAU Jena mit mehreren Infotischen präsent:

10 – 13 Uhr: Kundgebung des DGB auf den Johannisplatz (Jena)

ab 17 Uhr: Libertas Subcultura in Hermsdorf

Außerdem wird unsere Stadtsektion Plauen einen Infotisch bei den Gegenprotesten zum Dritten Weg Aufmarsch in Plauen und unsere Bundesföderation hat wieder eine Ausgabe der Direkten Aktion zum 1. Mai erstellt, welche ihr an unseren Infostände, in unseren Lokal oder auch bei den Protesten gegen die AfD in Erfurt am 1. Mai erhalten könnt.

 

FAU Jena schließt sich Global May Day 2019 Aufruf an

Der 1. Mai wirft seine Schatten voraus. Entsprechend haben wir auf unserer gestrigen Vollversammlung beschlossen uns den folgenden Aufruf zum Global May Day 2019 anzuschließen.

Global May Day 2019

– 1. Mai 2019 –

Jedes Jahr finden zum 1. Mai weltweit zahlreiche Proteste und Streiks statt, um den Tag der Arbeiter*innenbewegung zu würdigen. Mit diesem Aufruf, der von einigen Syndikaten der Basisgewerkschaften FAU (Freie Arbeiter*innen-Union) und IWW (Industrial Workers of the World) initiiert wurde, wollen wir Basisgruppen, Gewerkschaften und Initiativen weltweit dazu animieren, ihre 1. Mai Aktionen miteinander zu verbinden, um dem Kampf dadurch sichtbar eine transnationale Dimension zu verleihen.

Wir, Lohnabhängige und Studierende, werden gemeinsam solidarisch zusammenstehen, da wir unabhängig von unserem Wohnort in demselben Kampf gegen gewinnorientierte Interessen eingebunden sind. Kürzungen sozialer Dienstleistungen in öffentlichen Haushalten, Outsourcing, das Drücken von Löhnen, Privatisierungen, ansteigende Lebenshaltungskosten sowie Studiengebühren sind nur einige Symptome, die im direkten Zusammenhang mit dem globalen Wirtschaftssystem stehen. Ein System welches auf Ausbeutung und Wettbewerb basiert und die Kommerzialisierung aller Lebensbereiche vorantreibt.

Der stetig zunehmende Leistungsdruck macht uns krank, sei es am Arbeitsplatz, in der (Hoch-)Schule und leider auch im wachsenden Maße während der Kindheit und Jugend. Die Mechanismen der Marktwirtschaft und die damit einhergehenden nationalstaatlichen Strukturen führen dazu, dass die Anpassung an das Diktat der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Mehrwertproduktion priorisiert, anstatt dass emanzipatorische Fähigkeiten gefördert werden.

Wir wollen dieses System nicht nur stören, sondern streben an, es zu überwinden.

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Offenes Lokal fällt am 8. März aus – Hinaus zum Frauen*streik!

Aufgrund der Demonstration des Frauen*streiks-Bündnisses wird unser offenes Lokal am kommenden Freitag den 8. März ausfallen. Ihr könnt uns an diesem Tag aber zahlreich auf der Straße treffen. Los geht es um 11 Uhr mit der Kundgebung des Pflegebündnisses vorm dem Uniklinikum Jena in Lobeda. Anschließend sind wir ab 13 Uhr mit einem Stand im Faulloch (neben den Johannistor) bei der kämpferischen Mittagspause des Frauen*streik-Bündnis vertreten und dann 17:30 Uhr bei der Demonstration. Mehr Infos zu den Aktionen zum Frauen*streik findet ihr auf der Website des Bündnis (die bieten auch eine Kinderbetreuuung an).

Ein Tag später geht es dann zur JVA für Frauen nach Chemnitz zur Demonstration der GG/BO. Bustickets könnte ihr Mittags an unserem Stand bekommen.

Bündnis gegen Pflegenotstand: Kundgebung vorm Uniklinikum Jena am 8.3. ab 11 Uhr

Als Bündnis gegen Pflegenotstand laden wir alle Bewohner*innen von Jena und Arbeiter*innen vom Uniklinikum für den 8. März von 11 bis 13 Uhr zu einer Kundgebung gegenüber vom Haupteingang des Uniklinikums Jena ein.

Hintergrund des Datums ist der Frauenkampftag am 8. März, an dem Feminist*innen Protestaktionen gegen die anhaltende Diskriminierung und Unterdrückung von Frauen organisieren. Mittlerweile gibt es sogar eine Bewegung für einen politischen Streik der Frauen. Wir wollen uns am 8. März vor das Uniklinikum stellen, da die Pflege ein Bereich ist, in dem vor allem Frauen arbeiten und da gerade deren Arbeit nicht ausreichend gewürdigt wird.

Wir wollen konkret:

  1. der Klinikleitung unseren offenen Brief mitsamt allen Unterschriften übergeben,
  2. mit Arbeiter*innen aus dem Uniklinikum ins Gespräch kommen,
  3. auf die Forderung der Beschäftigten nach mehr Personal hinweisen.

Anschließend möchten wir zusammen in den Innenstadt fahren, wo der Frauen*streik-Koordinierungskreis eine Kundgebung, Infostände, Gesprächsrunden und eine Demo vorbereitet. Mehr Infos dazu unter frauenstreik.org.

Bündnis gegen Pflegenotstand Jena

25. Februar: Alle auf zur Warnstreikdemo!

Aufruf der Bildungssektion der FAU Jena anlässlich des Warnstreiks gegen die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL)

25.2.2019, ab 10 Uhr vorm Universitätshauptgebäude (UHG) in Jena


Am 25.02.2019 finden im Rahmen der Verhandlungen um den Tarifvertrag der Länder (TV-L) ein Warnstreik und eine Demonstration statt. Auch wir von der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Jena rufen unsere Mitglieder und Sympathisant*innen zur Teilnahme an der Streikdemonstration auf. Wir tragen dabei grundsätzlich die Forderungen einer Lohnerhöhung, der Gleichstellung von Arbeiter*innen der verschiedenen Tarife und der Einschränkung von Befristungen an den Hochschulen.

Dabei ist es unser Wunsch, die Stimmung vom Streik und die Stimmung unter den Kolleg*innen in den Alltag hinüberzuretten. Wir wollen nämlich nicht bloß Gespräche in Gremien und wir wollen nicht erst zu den TV-L-Verhandlungen auf die Straße gebracht werden. Stattdessen ist es unser Ziel, im Alltag selbst mit unseren Kolleg*innen und anderen Arbeiter*innen ins Gespräch zu kommen und kleinere und größere Forderungen eigenständig zu stellen und durchzusetzen.

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Prüfungsberatung des StuRa der Uni Jena soll zusammengekürzt und Prüfungsberater gekündigt werden

In der morgigen Sitzung des Studierendenrates der Universität Jena soll ein Antrag behandelt werden, der eine „Umstrukturierung“ der Prüfungsberatung vorsieht. Diese läuft de-facto auf eine Kürzung des Angebots in der Prüfungsberatung und die Entlassung des aktuell beschäftigten Prüfungsberaters hinaus. Diese Maßnahme geht damit nicht nur zu Lasten der StuRa-Beschäftigten, sondern auch der Studierendenschaft insgesamt.

Konkret wird beantragt, die Prüfungsberatung bis 2020 „umzustrukturieren“ und sie künftig von einem freiberuflichen Anwalt durchführen zu lassen. Dieser solle sich einarbeiten und dann sieben Stunden pro Woche eine Sprechstunde anbieten. Im Antrag wird „positiv“ auf den Einspareffekt verwiesen. Der StuRa als Arbeitgeber habe dann keinen Urlaubsanspruch, kein Krankengeld etc. mehr zu bezahlen.

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Am 8. März 2019 Frauen*streik (auch) in Jena!

2018 haben Millionen von Frauen* in aller Welt den 8. März zu einem Streiktag gegen die anhaltende Schlechterstellung, Ausbeutung und Unterdrückung von Frauen* gemacht. Diese Bewegung ist auch in Deutschland angekommen. Zum 8. März 2019 rufen verschiedene Organisationen und Bündnisse zu einem Frauen*streik auf. Die Aktionsformen reichen dabei von Kundgebungen und Demonstrationen bis hin zu Dienst nach Vorschrift und Arbeitsverweigerung. Selbstverständlich sind auch Männer dazu aufgerufen, den Streik zu unterstützen. Auch wir, die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Jena, haben uns der Bewegung angeschlossen. Dabei stellen wir die folgenden vier Kernorderungen:


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Erstes Treffen für ein „Bündnis gegen den Pflegenotstand Jena“

Mittwoch, 23. Januar, 18-20 Uhr im FAU-Gewerkschaftslokal „Milly Witkop“ in der Bachstraße 22, 07743 Jena

Wer in den letzten Monaten die Lokalpresse in Jena verfolgt hat, wird gemerkt haben, dass sich auch in Jena Widerstand gegen den Pflegenotstand formiert. Im September fand eine Demonstration der „Pflegekräfte in Not“ statt und mittlerweile sind drei Stationen des Uniklinikums Jena (UKJ) mit ihren Forderungen nach mehr Personal an die Öffentlichkeit gegangen. Eine Zusammenfassung von Ende November findet sich in der Direkten Aktion.

Von der Situation in den Krankenhäusern und Pflegeheimen sind nicht nur die Arbeiter*innen betroffen, sondern auch wir als (potenzielle) Patient*innen. Deswegen haben sich über bereits über 150 Menschen aus Jena mit einem offenen Brief an die Klinikleitung des gewandt.

Wir möchten nun zu einem offenen Treffen zur Bildung eines „Bündnisses gegen den Pflegenotstand Jena“ einladen. Unser Ziel ist es, den Arbeitskampf um mehr Personal am UKJ praktisch zu unterstützen. Dazu wollen wir mit den Arbeiter*innen selbst, den Gewerkschaften und anderen Organisationen und linken Gruppen zusammenarbeiten.

Ansonsten soll das Bündnis für alle Interessierten offen sein, sich nach basisdemokratischen Prinzipien organisieren und unabhängig von Parteien und bürokratischen Gewerkschaften bleiben.

Alle, die sich davon angesprochen fühlen und etwas gegen den Pflegenotstand konkret in unserer Stadt machen wollen, sind also herzlich zum ersten Treffen eingeladen.